Sierra Madre Aktie: La Guitarra steigert Durchsatz
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 21:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Beim mexikanischen Silberproduzenten Sierra Madre Gold and Silver zahlt sich die Modernisierung der Verarbeitungskapazitäten operativ aus. Auf dem Minenkomplex La Guitarra erreichte der tägliche Anlagendurchsatz zuletzt Spitzenwerte von bis zu 720 Tonnen Erz pro Tag. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 40 Prozent gegenüber der ursprünglichen Auslegungskapazität von 500 Tonnen pro Tag.
Die Aktie legte heute im europäischen Handel um 14 Prozent auf 1,04 Euro zu. Neben den Umbauten an den Verarbeitungsanlagen trugen auch beschleunigte Erschließungsarbeiten in den Bereichen Nazareno und Guitarra zu der höheren Auslastung bei.
Ausbaupläne bis 2027 und stabile Stromversorgung
Sierra Madre plant, den operativen Durchsatz mittelfristig weiter auszubauen. In einer zweiten Phase strebt das Unternehmen eine Verarbeitungskapazität von 1.200 bis 1.500 Tonnen Erz pro Tag an. Diese Erweiterungsstufe soll bis zum dritten Quartal 2027 umgesetzt werden.
Um Stillstände im Minenbetrieb zu verhindern, reagierte die Gesellschaft auf wiederholte Störungen des regionalen Stromnetzes. Zwischen Januar und August 2026 hatten Netzunterbrechungen für einen Verlust von insgesamt 278 Betriebsstunden in der Mühle gesorgt. Zur Absicherung gingen inzwischen zwei Notstrom-Dieselgeneratoren mit einer Leistung von jeweils 1.500 Kilowatt in Betrieb.
Die zuverlässige Energieversorgung bildet das Fundament für die anvisierten Abbauziele. Ohne Unterbrechungen kann die Mühlenanlage kontinuierlicher betrieben werden, was den Erzfluss stabilisiert und die Stückkosten der Aufbereitung dämpft.
Kostensteigerungen begleiten den Kapazitätsausbau
Gleichzeitig bleibt der Minenbetreiber von den Herausforderungen des laufenden Hochlaufs und der allgemeinen Kostenentwicklung betroffen. Die all-in sustaining costs (AISC) lagen zuletzt bei 54,73 US-Dollar je produzierter Unze Silber. Im Vorjahreszeitraum beliefen sich diese Gesamtförderkosten noch auf 32,54 US-Dollar je Unze.
Für den weiteren Geschäftsverlauf bleiben neben der planmäßigen Umsetzung der operativen Meilensteine vor allem Ausführungs-, Finanzierungs- und Marktrisiken entscheidend. Während der Silberpreis zwischenzeitlich rund 45 Prozent unter seinem Jahreshöchststand notierte, muss Sierra Madre den Spagat zwischen steigenden Produktionsmengen und Kostendisziplin bewältigen.
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