SigmaRoc, Aktie

SigmaRoc Aktie: ZukÀufe treiben Kurs

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 16:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SigmaRoc verbessert im ersten Halbjahr Umsatz, EBITDA und Verschuldung. Der geplante Dolomitas-Kauf soll ab 2027 zum Gewinn beitragen.

SigmaRoc-Aktie steigt: Halbjahreszahlen und Dolomitas-Zukauf
Luftaufnahme eines modernen Industriestandorts fĂŒr Baustoffe im warmen Licht der Abendsonne. Illustration mit AI erstellt.

SigmaRoc hat am Montag geliefert: Die Aktie des Kalk- und Mineralienkonzerns schoss um mehr als 12 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen bessere Halbjahreszahlen und eine strategisch bedeutsame Übernahme prĂ€sentierte. Der Kurs kletterte auf 144,21 Dollar und damit nahe an sein 52-Wochen-Hoch von 153 Dollar heran.

Zahlen mit Substanz

Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 um 2,5 Prozent auf 523,1 Millionen Pfund. Deutlich stÀrker legte das EBITDA zu: Es kletterte um 11,3 Prozent auf 131,2 Millionen Pfund, wÀhrend sich die Marge um 200 Basispunkte auf 25,1 Prozent verbesserte. Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg von 67,4 auf 75,1 Millionen Pfund.

Besonders bemerkenswert: Alle vier GeschĂ€ftsregionen trugen zum EBITDA-Wachstum bei. Großbritannien und Irland stachen heraus, wo das EBITDA trotz leicht rĂŒcklĂ€ufigem Umsatz um 23,8 Prozent zulegte — ein Effekt, den Management vor allem der Internalisierung der Transportlogistik zuschreibt. Die Verschuldung sank derweil weiter, das Leverage-VerhĂ€ltnis verbesserte sich von 1,8 auf 1,66.

Wette auf grĂŒnen Stahl

Der eigentliche Kurstreiber liegt jedoch in der angekĂŒndigten Übernahme von Dolomitas, Litauens grĂ¶ĂŸtem Dolomit-Kalkstein-Produzenten. SigmaRoc zahlt dafĂŒr 110 Millionen Euro auf schulden- und kassenfreier Basis, hinzu kommen 8 Millionen Euro fĂŒr Randaktiva wie Industrieland nahe dem Hafen von Klaip?da. Die Sellerseite erhĂ€lt 20 Millionen Euro in SigmaRoc-Aktien zu 129 Pence, verbunden mit einer einjĂ€hrigen Haltefrist.

Die strategische Logik: Dolomitisches Kalkgestein ist ein SchlĂŒsselrohstoff fĂŒr moderne Stahlherstellungsverfahren wie Elektrolichtbogenöfen und Direktreduktion — Technologien, auf die europĂ€ische Stahlhersteller bei ihrer Dekarbonisierung setzen.

SigmaRocs ProduktionsstĂ€tten liegen laut Unternehmensangaben in unmittelbarer NĂ€he zu geplanten GrĂŒnstahl-Projekten mit einer GesamtkapazitĂ€t von ĂŒber 25 Millionen Tonnen, die zwischen 2026 und 2030 entstehen sollen. Der globale Dolomit-Bedarf soll bis 2031 auf 239 Millionen Tonnen wachsen, ausgehend von 199 Millionen Tonnen im laufenden Jahr.

Management bezeichnete den Zukauf als ab 2027 gewinnsteigernd. Der Abschluss ist fĂŒr das vierte Quartal 2026 vorgesehen, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.

Ausblick bleibt vorsichtig positiv

FĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte rechnet SigmaRoc mit saisonal stĂ€rkerem GeschĂ€ft, bleibt laut eigenen Aussagen aber wachsam gegenĂŒber geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten. Der Vorstand hĂ€lt an den Konsenserwartungen fĂŒr das Gesamtjahr fest: Umsatz von 1.066 Millionen Pfund und ein bereinigtes EBITDA von 276 Millionen Pfund.

Neben Dolomitas soll im dritten Quartal die neue belgische Zuschlagstoffanlage mit einer JahreskapazitĂ€t von 2 Millionen Tonnen anlaufen. Das Management deutete zudem an, dass innerhalb der kommenden zwölf Monate ein weiterer Zukauf folgen könnte — die Übernahmepipeline sei weiterhin gut gefĂŒllt.

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