Silber Preis: 1,6 Milliarden Euro aus ETCs abgeflossen
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 17:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Silbermarkt sucht nach einer Phase spürbarer Kursverluste nach festem Boden. Am Montag legte die Notierung um 1,1 Prozent zu und schloss bei 61,40 USD je Feinunze. Damit notiert das Edelmetall weiterhin unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 65,50 USD. Vor der anstehenden Veröffentlichung der US-Geldpolitikprotokolle treffen verhaltene spekulative Positionen auf anhaltende makroökonomische Belastungsfaktoren.
Gedämpfte Stimmung bei Investoren und Spekulanten
Die Zurückhaltung der Marktteilnehmer spiegelt sich deutlich in der Positionierungsdaten wider. Große Terminmarktakteure agieren zurückhaltend.
Parallel dazu hielt die Zurückhaltung bei europäischen Privatanlegern und institutionellen Investoren über Monate an. Laut dpa-AFX flossen in den ersten acht Monaten netto 1,6 Milliarden Euro aus Silber-ETCs ab. Während Zuflüsse im laufenden Jahr vor allem Gold zugutekamen, litt Silber unter seiner doppelten Rolle als Edel- und Industriemetall, was die Nachfrage über Wertpapierprodukte dämpfte.
Makroökonomische Bremsklötze vor Notenbankprotokoll
Zuletzt sorgten Konjunkturdaten für leichte Entlastung an den Zinsmärkten. Die US-Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft stieg im September lediglich um 29.000 Stellen, während die Vormonate Juli und August um insgesamt 60.000 Stellen nach unten korrigiert wurden.
Gleichzeitig begrenzen mehrere Faktoren den Spielraum für eine dynamische Erholung. Hohe Renditen von US-Staatsanleihen und ein robuster US-Dollar verteuern das Halten unverzinslicher Metalle.
Zudem belasten geopolitische Spannungen rund um die Straße von Hormus sowie die jüngste Zurückweisung eines iranischen Vorschlags durch US-Präsident Donald Trump das Umfeld. Für neue Orientierung soll am morgigen Mittwoch, 7. Oktober, die Veröffentlichung des Protokolls der vorangegangenen Fed-Sitzung sorgen.
Solide Bestände an den Terminmärkten
Auf der physischen Seite zeigen die offiziellen Lagerdaten der Terminbörsen ein stabiles Bild.
Medienberichten zufolge verzeichnete der Handel zuvor Mitte September deutliche Auslieferungsanzeigen von 6.168 Kontrakten für den September-Kontrakt, was einem physischen Volumen von 30,84 Millionen Unzen entsprach. Diese Abwicklung unterstreicht den anhaltenden Lieferbedarf im institutionellen Handel, während der Markt auf klare geldpolitische Signale wartet.
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