Silber, Preis

Silber Preis: UBS prognostiziert 70 Dollar bis Dezember

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 07:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fed-Signale und ein fester Dollar belasten Silber, wÀhrend UBS mittelfristig höhere Notierungen prognostiziert.

Silberpreis unter Zinsdruck: UBS erwartet Erholung bis 2027
Stapel von Silberbarren auf einer dunklen Schieferplatte in einem Tresorraum. Illustration mit AI erstellt.

Die Erwartung einer weiteren Straffung der US-Geldpolitik lastet schwer auf dem Silbermarkt. Nach deutlichen Abgaben zur Wochenmitte unternahm das Edelmetall gestern im US-Handel zwar einen Stabilisierungsversuch, blieb jedoch spĂŒrbar unter Druck.

Diese Zinsaussichten treiben die Renditen von US-Staatsanleihen und stĂ€rken die amerikanische WĂ€hrung, was zinslose Edelmetalle fĂŒr Investoren unattraktiver macht.

Zinsdruck bremst Stabilisierungsversuch

Auslöser der jĂŒngsten Verkaufswelle am Mittwoch und Donnerstag waren wiederholt restriktive Signale aus den Reihen der US-Notenbank sowie anhaltende Inflationssorgen im Energiesektor. Die Furcht vor lĂ€ngerfristig hohen Zinsen ließ den Silberpreis am Donnerstag um 1,0 Prozent auf 64,28 US-Dollar je Feinunze nachgeben.

Zwar sorgten Eindeckungen vor dem Wochenende gestern fĂŒr eine leichte Gegenbewegung, doch der feste US-Dollar verhinderte einen nachhaltigen Ausbruch nach oben.

UBS sieht mittelfristig Erholungspotenzial

Trotz des aktuellen Gegenwinds rechnen einige Marktbeobachter mit einer mittelfristigen Trendwende. UBS-Stratege Dominic Schnider prognostizierte am 21. September einen Anstieg des Silberpreises auf 70 US-Dollar je Unze bis Dezember 2026. FĂŒr das kommende Jahr stellte die Schweizer Großbank weitere ZuwĂ€chse in Aussicht: 75 US-Dollar je Unze bis MĂ€rz und Juni 2027 sowie ein Erreichen der Marke von 80 US-Dollar bis September 2027.

Schnider begrĂŒndete diese EinschĂ€tzung mit der engen Kopplung des Silbers an die Entwicklung des Goldpreises, anhaltenden fiskalischen Sorgen sowie lĂ€ngerfristigen AbwĂ€rtsrisiken fĂŒr den US-Dollar. Allerdings verwies auch die UBS auf die unmittelbaren Bremsspuren, die eine straffere Geldpolitik der Fed hinterlĂ€sst.

Hohe physische Nachfrage an den Terminbörsen

Gleichzeitig bleibt das Umfeld an den TerminmÀrkten von einer bemerkenswerten physischen Nachfrage geprÀgt. Vor gut einer Woche hob die Fed den Leitzins an, seither verlor der Silberpreis rund 2,2 Prozent.

Dennoch meldeten Börsenberichte fĂŒr die Vorwoche AbflĂŒsse von mehr als 7 Millionen Feinunzen aus den Lagern der COMEX. Gleichzeitig wiesen die Daten der CME Group bis zum 18. September 6.168 Lieferanzeigen fĂŒr den September-Kontrakt ĂŒber insgesamt 30,84 Millionen Feinunzen aus.

Zuletzt beliefen sich die an der COMEX als sofort lieferbar registrierten BestĂ€nde auf knapp 98 Millionen Feinunzen. Das Zusammentreffen von hohem physischem Bedarf und straffer Geldpolitik hĂ€lt die VolatilitĂ€t am Markt hoch. Solange die Ungewissheit ĂŒber den Zinspfad der Federal Reserve fĂŒr den kommenden Monat anhĂ€lt, dĂŒrften die Notierungen vorerst von den Konjunktur- und Inflationsdaten aus den USA bestimmt werden.

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