Smi: Schwergewichte hieven Index über 14.000
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 18:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Ölpreis zieht an, die Iran-Spannungen bleiben ungelöst — und trotzdem tut sich an der Schweizer Börse wenig. Der SMI zeigt sich in dieser Gemengelage bemerkenswert stabil, was für einen Index mit hohem Anteil defensiver Schwergewichte nicht ungewöhnlich ist.
Zum Wochenstart schob sich der Leitindex zunächst über die Marke von 14.000 Punkten, getragen von den großen Indexschwergewichten. Im Tagesverlauf bröckelte der Schwung dann wieder ab: Von einem Plus von 0,8 Prozent auf 14.058,62 Punkte am Vormittag blieb am Abend nur noch ein Stand von 13.942,91 Punkten übrig — nahezu unverändert gegenüber dem Vortag.
Ölpreis als Belastungsfaktor, aber kein Auslöser für Panik
Auslöser der Nervosität an den Rohstoffmärkten ist die Situation rund um die Straße von Hormus. Die USA hatten einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für den globalen Erdölhandel zentralen Meerenge zurückgewiesen. Gleichzeitig kursieren Berichte über eine neue Runde indirekter Gespräche zwischen den Kriegsparteien, die den Ölpreisanstieg etwas einordnen.
Für den SMI blieb der Effekt begrenzt. Anders als beim EuroStoxx 50, der leicht auf 6.301,28 Punkte nachgab, oder dem FTSE 100, der um 0,1 Prozent auf 10.684,88 Punkte sank, zeigte sich der Schweizer Index über den Tag hinweg widerstandsfähiger. Das passt zum Charakter des Index: Pharma- und Konsumgüterwerte mit hohem Gewicht gelten als weniger anfällig für kurzfristige Öl- und Zinsschwankungen als zyklische Sektoren.
Blick auf die Woche
Konjunkturell wird es in den kommenden Tagen dichter. Mehrere Inflationskennzahlen stehen an, den Höhepunkt markiert der US-Arbeitsmarktbericht am kommenden Freitag. Vermögensverwalter wie BNP Paribas Asset Management sehen die Wirtschaft insgesamt als robust an — mit dem Hinweis, dass ein Anstieg der Anleiherenditen irgendwann zur Belastung werden könnte, auch wenn dieser Punkt aktuell noch nicht erreicht sei.
Für den SMI bedeutet das: Die Richtung dürfte in den kommenden Tagen stärker von US-Daten als von der Ölpreis-Gemengelage abhängen. Der Arbeitsmarktbericht am Freitag liefert den nächsten Test dafür, ob die defensive Ausrichtung des Index ihre stabilisierende Wirkung behält.
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