Snowflake Aktie: GPT-6 Astra startet Testphase
Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 11:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Cloud-Spezialist Snowflake hat mit seinen Ergebnissen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 die Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen.
Das Unternehmen verzeichnete ein beschleunigtes Wachstum beim Produktumsatz und hob in der Folge seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr an. Vor allem die Integration neuer Funktionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) erweist sich zunehmend als Wachstumstreiber für die Datenplattform.
Rekordzahlen und angehobene Jahresziele
Im abgelaufenen Quartal steigerte Snowflake seinen Produktumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37 Prozent auf 1,49 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtumsatz kletterte auf 1,55 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 35 Prozent entspricht.
Besonders beim bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) überraschte das Unternehmen: Mit 0,62 US-Dollar lag das Ergebnis deutlich über dem Analystenkonsens von 0,45 US-Dollar. Die operative Marge (Non-GAAP) verbesserte sich zeitgleich um 400 Basispunkte auf 15 Prozent.
Angesichts dieser Entwicklung hat das Management die Prognose für den Produktumsatz im Gesamtjahr 2027 nach oben korrigiert. Erwartet werden nun 6,07 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 36 Prozent entspricht. Zuvor war das Unternehmen von 5,84 Milliarden US-Dollar ausgegangen.
CEO Sridhar Ramaswamy betonte, dass KI-Produkte wie Snowflake Cortex bereits jetzt einen messbaren Effekt auf die Geschäftsentwicklung haben. Das Unternehmen strebt zudem an, im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2028 die GAAP-Profitabilität zu erreichen.
Technologische Expansion durch GPT-6
Parallel zu den Finanzdaten gab Snowflake eine bedeutende technologische Erweiterung bekannt. Seit gestern steht das Sprachmodell GPT-6 Astra von OpenAI in einer Testphase auf der Plattform Snowflake Cortex AI zur Verfügung. Snowflake fungiert hierbei als Startpartner.
Interne Benchmarks zeigen, dass das neue Modell seinen Vorgänger GPT-5.6 Sol in nahezu allen relevanten Disziplinen übertrifft, insbesondere bei der Verarbeitung wissenschaftlicher Daten und der Effizienz bei der Token-Ausgabe.
Diese Kooperation soll es Unternehmenskunden ermöglichen, KI-Anwendungen direkt auf ihren in der Snowflake-Cloud gespeicherten Daten auszuführen, ohne diese exportieren zu müssen. Dies stärkt die Position des Unternehmens im Wettbewerb um KI-Infrastrukturen.
Laut Analysten des Hauses Stifel könnte diese Strategie dazu führen, dass der Produktumsatz langfristig um jährlich mehr als 30 Prozent wächst. Die Anzahl der Kunden stieg zuletzt auf insgesamt 14.600, wobei 828 Unternehmen einen Jahresumsatz von mehr als einer Million US-Dollar generieren.
Insiderverkäufe und Marktbewertung
Trotz der starken operativen Zahlen gab es zuletzt Bewegungen im Aktionärskreis des Unternehmens. Ein Director des Unternehmens, Mark Garrett, veräußerte am Freitag vergangener Woche 50.000 Aktien zu einem Preis von 350,00 US-Dollar pro Stück. Der Bruttoerlös dieser Transaktion belief sich auf rund 17,5 Millionen US-Dollar. Zuvor hatte Garrett entsprechende Optionen zu einem deutlich niedrigeren Ausübungspreis genutzt.
An der Börse wird die Entwicklung des Cloud-Anbieters weiterhin positiv gewürdigt. Seit Jahresbeginn konnte die Aktie bereits um 50 Prozent zulegen. Mit einem aktuellen Kurs von 285,00 € notiert das Papier jedoch weiterhin etwa 14 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 330,00 €, das erst Anfang September erreicht worden war.
Während die fundamentale Dynamik durch den KI-Sektor gestützt wird, achten Investoren verstärkt auf die Bewertung des Unternehmens, die im Branchenvergleich als ambitioniert gilt. Auch Drittanbieter wie Prophecy erweitern derzeit ihr Angebot für Snowflake-Nutzer, was die Relevanz des Ökosystems im Markt für Datenaufbereitung unterstreicht.
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