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SoftBank Group Aktie: Apollo verhandelt ĂŒber Vision-Fund-Kredit

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 10:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SoftBank gerĂ€t wegen wachsender KI-Risiken unter Druck und verhandelt zugleich ĂŒber höhere Kreditlinien sowie zusĂ€tzliche LiquiditĂ€t.

SoftBank-Aktie fÀllt: KI-Skepsis und neue Kreditverhandlungen
Modernes BĂŒrogebĂ€ude bei DĂ€mmerung als Symbol fĂŒr institutionelle Finanzierung und KreditmĂ€rkte. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie der SoftBank Group ist am Freitag um 4,1 Prozent auf 35,28 Euro gefallen. Die Papiere gerieten damit im Sog einer Neubewertung der Risiken im Bereich der kĂŒnstlichen Intelligenz unter Druck. Auslöser der anhaltenden Marktskepsis waren Aussagen fĂŒhrender Branchenvertreter, die den Optimismus fĂŒr rasche BörsengĂ€nge gedĂ€mpft haben.

FĂŒr Verunsicherung bei den Anlegern sorgten Äußerungen zur Entwicklungsgeschwindigkeit moderner KI-Modelle. OpenAI-Chef Sam Altman unterstĂŒtzte öffentlich den Vorstoß von Anthropic-Chef Dario Amodei, das Entwicklungstempo bei kĂŒnstlicher Intelligenz zu drosseln.

Zudem bezeichnete Altman das Jahr 2026 als unpassenden Zeitpunkt fĂŒr einen Börsengang von OpenAI. An der Börse in Tokio war das Papier von SoftBank daraufhin bereits am Montag um 11,6 Prozent eingebrochen.

Verhandlungen ĂŒber Kreditlinien und Arm-Beteiligung

Um den enormen Kapitalbedarf fĂŒr die Technologiebeteiligungen abzusichern, verhandelt der japanische Konzern mit Geldgebern ĂŒber zusĂ€tzliche Mittel. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, fĂŒhrt Apollo Global Management GesprĂ€che ĂŒber eine Aufstockung eines Darlehens fĂŒr den Vision Fund 2 von 5,4 Milliarden auf 9 Milliarden US-Dollar. Die Finanzierung soll durch Vermögenswerte des Fonds besichert werden, ist bislang allerdings noch nicht final abgeschlossen.

Parallel dazu nutzt das Management bestehende Kernbeteiligungen, um sich frische LiquiditĂ€t zu beschaffen. Das Institut setzt dabei vor allem auf werthaltige Vermögenswerte als Pfand gegenĂŒber den Banken, um den finanziellen Spielraum fĂŒr strategische Vorhaben abzusichern.

Konkret stockte SoftBank einen durch Anteile an der Chip-Tochter Arm Holdings Plc besicherten Margin-Kredit auf. Nach Neuverhandlungen der Bedingungen mit den GlÀubigern erhöhte sich das Volumen dieser FazilitÀt um 5 Milliarden auf insgesamt 25 Milliarden US-Dollar.

Weitere LiquiditÀt verschafft die VerlÀngerung bestehender Abkommen. Medienberichten zufolge sicherte sich der Konzern zusÀtzliche 450 Millionen US-Dollar, um eine in diesem Monat auslaufende Kreditlinie auf 6,5 Milliarden US-Dollar auszuweiten. SoftBank erhÀlt damit ein weiteres Jahr Zeit, diese Mittel bei Bedarf abzurufen.

Steigende RisikoaufschlÀge am Kapitalmarkt

Die hohe Verschuldung und die Umschichtung der Verbindlichkeiten hinterlassen am Anleihemarkt spĂŒrbare Spuren. Der Börsenwert des Konzerns belĂ€uft sich umgerechnet auf 198,52 Milliarden Euro. SoftBank hatte zuvor die verbliebenen 25,9 Milliarden US-Dollar eines BrĂŒckenkredits fĂŒr das Engagement bei OpenAI vorzeitig getilgt. Finanzchef Yoshimitsu Goto und weitere FĂŒhrungskrĂ€fte sondierten zuletzt in persönlichen GesprĂ€chen das Interesse von Investoren an der Platzierung neuer Dollar-Anleihen.

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