Solana, Teraswitch-Ausfall

Solana: Teraswitch-Ausfall legt 28,83 Prozent lahm

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 17:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Technische Störung legte zeitweise 28,8 Prozent des Solana-Stakes lahm, während MoneyGram neue Ein- und Auszahlungsdienste startete.

Solana-Netzwerk übersteht kritischen Validator-Ausfall und treibt Expansion voran
Moderne Serveranlage in einem Rechenzentrum mit blau leuchtenden Server-Racks. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Solana-Netzwerk hat am gestrigen Mittwoch einen kritischen Beinahe-Absturz überstanden, nachdem ein massiver Ausfall bei einem Infrastruktur-Dienstleister fast ein Drittel der Staking-Kapazität lahmgelegt hatte.

Ein technischer Fehler beim Datenzentrum-Betreiber Teraswitch führte dazu, dass zeitweise 28,83 Prozent des gesamten gestakten SOL-Bestands als „delinquent“ eingestuft wurden und somit nicht mehr für die Absicherung des Netzwerks zur Verfügung standen.

Routing-Fehler bringt Validatoren offline

Ursprung der Störung war ein Routing-Fehler am Standort Miami, der laut Berichten von Marinade Finance insgesamt zwölf Rechenzentren in Europa und Asien beeinträchtigte. Da das autonome System AS20326 von Teraswitch zum Zeitpunkt des Vorfalls mehr als 27 Prozent des gesamten Solana-Stakes hostete, geriet die Blockchain gefährlich nah an ihre Belastungsgrenze.

Bei Solana führt das Unterschreiten einer aktiven Stake-Quote von 66,66 Prozent – also sobald mehr als 33,34 Prozent des Stakes offline gehen – zu einem sogenannten „Finality Halt“, bei dem keine neuen Blöcke mehr endgültig bestätigt werden können.

Trotz des Ausfalls von etwa 90 Validatoren blieb das Netzwerk operativ. Die Solana Foundation teilte mit, dass 597 der insgesamt 699 Validatoren weiterhin am Konsensverfahren teilnahmen und die Blockproduktion aufrechterhielten.

Die betroffenen Validatoren verloren durch die etwa 33 Minuten dauernde Downtime insgesamt 333 SOL an potenziellen Staking-Belohnungen. Dieser Vorfall verdeutlicht erneut die Risiken einer hohen Konzentration von Validatoren auf einzelne Infrastruktur-Anbieter, weshalb Marinade Finance bereits eine Überprüfung von Konzentrationslimits angekündigt hat.

Expansion durch MoneyGram-Kooperation

Während die technische Stabilität gestern im Fokus stand, gab es zu Beginn der Woche fundamentale Fortschritte für die massenmarktübliche Nutzung der Blockchain.

Am Dienstag startete der Zahlungsdienstleister MoneyGram seinen Dienst „Ramps“ auf Solana. Damit endet die bisherige Exklusivität des Konkurrenten Stellar. Nutzer können nun in über 170 Ländern Bargeldauszahlungen vornehmen und in mehr als 25 Ländern Einzahlungen direkt über die Solana-Infrastruktur abwickeln.

MoneyGram, das bereits seit Juni dieses Jahres als eigener Validator im Netzwerk aktiv ist, nutzt für diesen Dienst die Wallet Rift. Die Integration ist Teil einer umfassenderen Strategie, die On- und Off-Ramp-Infrastruktur für Stablecoins zu stärken. Aktuell werden auf der Solana-Blockchain Stablecoins in einem Gesamtwert von rund 15,73 Milliarden US-Dollar verwaltet.

Marktlage und Ausblick auf das Alpenglow-Upgrade

Der Kurs der Kryptowährung reagierte verhältnismäßig gelassen auf den gestrigen Beinahe-Stillstand. Mit einem aktuellen Kurs von 76,41 USD notiert Solana weiterhin über dem 50-Tage-Durchschnitt von 75,90 USD. Dennoch bleibt die langfristige Erholung eine Herausforderung: Das Papier notiert derzeit rund 27 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 60,13 USD, das im Juni markiert wurde.

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf das geplante Netzwerk-Upgrade „Alpenglow“, das bis Oktober abgeschlossen sein soll. Diese Aktualisierung soll die Widerstandsfähigkeit des Systems weiter erhöhen und ähnliche kritische Situationen durch verbesserte automatisierte Wechselmechanismen für Validatoren verhindern.

Der gestrige Vorfall zeigte, dass nur drei von 74 betroffenen Validatoren in der Lage waren, während der Störung automatisch auf alternative Pfade umzuschalten. Die Implementierung von Alpenglow gilt daher als wichtiger Meilenstein, um das Vertrauen institutioneller Akteure nach den Ausfällen früherer Jahre endgültig zu festigen.

Anzeige

Solana-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Solana-Analyse vom 13. August liefert die Antwort:

Die neusten Solana-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Solana-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Solana: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | CRYPTO000SOL | SOLANA | boerse | 69946625 |