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Solid Power Aktie: SP2.5 startet Q4 2026

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 03:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Solid Power meldet geringeren Nettoverlust trotz Umsatz-Sonderposten. Die neue Pilotlinie SP2.5 liegt im Zeitplan, Kooperationen mit BMW und Samsung SDI werden vertieft.

Solid Power Q2 2026: Verluste sinken, Pilotanlage SP2.5 startet planmäßig
Abstrakte Darstellung moderner Batterietechnologie und Energieinnovation in einem High-Tech-Laborumfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Spezialist für Festkörperbatterien, Solid Power, hat am vergangenen Dienstag seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 präsentiert. Während buchhalterische Sondereffekte beim Umsatz für eine negative Überraschung sorgten, überzeugte das Unternehmen bei der Verlustbegrenzung und der Liquiditätsausstattung. Im Zentrum der Anlegeraufmerksamkeit steht jedoch der technologische Fahrplan für die neue Pilotanlage, deren Inbetriebnahme unmittelbar bevorsteht.

Technologischer Fahrplan und Pilotlinie SP2.5

Solid Power bestätigte im Rahmen der Berichterstattung, dass die neue Pilotlinie für Elektrolyt-Materialien (SP2.5) weiterhin voll im Zeitplan liegt. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das Ende des laufenden Jahres vorgesehen. Laut Unternehmensangaben werden im laufenden dritten Quartal die Abnahmetests für die Ausrüstung durchgeführt, gefolgt von der Validierung und dem eigentlichen Anlagenstart im vierten Quartal 2026. Ein wichtiger Meilenstein war dabei die Installation aller Hauptkomponenten, einschließlich eines kritischen Drehrohrofens.

Das Ziel bleibt die Aufnahme der Produktion auf einer 45-Tonnen-Anlage im ersten Quartal 2027. Um diesen Übergang zur Seriennähe finanziell zu stemmen, bekräftigte das Management die Prognose für die Investitionsausgaben im Jahr 2026, die zwischen 85 und 100 Millionen US-Dollar liegen sollen. Mit einer Liquidität von 419,3 Millionen US-Dollar sieht sich das Unternehmen für die anstehenden Entwicklungsschritte gut gerüstet.

Überraschungen in der Bilanz und strategische Kooperationen

Das Zahlenwerk für das abgelaufene Quartal wies eine Besonderheit beim Umsatz auf: Dieser fiel mit minus 0,3 Millionen US-Dollar negativ aus. Ursache hierfür war Medienberichten zufolge eine nicht zahlungswirksame Umkehrung in Höhe von 1,2 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit dem Abkommen mit SK On. Dennoch gelang es Solid Power, den Nettoverlust pro Aktie mit 0,11 US-Dollar geringer zu halten als von Analysten im Vorfeld erwartet worden war.

Parallel zur technischen Entwicklung vertieft das Unternehmen seine Partnerschaften. Die Zusammenarbeit mit Samsung SDI und BMW im Rahmen eines gemeinsamen Evaluierungsprogramms führte laut Solid Power bereits zu messbaren Qualitätsverbesserungen beim Elektrolyt-Material. In Südkorea laufen zudem fortgeschrittene Gespräche über ein Joint Venture für die Elektrolyt-Produktion im kommerziellen Maßstab. Eine entsprechende Vereinbarung wird bis zum Jahresende angestrebt. Die personelle Verzahnung mit den Partnern wurde bereits Anfang Juli verstärkt, als Uwe Breitweg, Vizepräsident der BMW Group für den Bereich Antriebs- und Batteriestrategie, in das Board von Solid Power berufen wurde.

Marktreaktion und Ausblick in neue Sektoren

An der Börse wurde die Nachrichtenlage positiv aufgenommen. Die Aktie konnte am vergangenen Freitag einen Zuwachs von 5,21 % verbuchen und schloss bei 2,02 €. Trotz dieser kurzfristigen Erholung notiert das Papier noch immer deutlich unter seinen Höchstständen; der Abstand zum 52-Wochen-Hoch liegt aktuell bei minus 43,92 %.

Zusätzliche Wachstumsfantasie weckte das Management mit dem Hinweis auf ein deutlich gestiegenes Interesse aus der Robotik-Branche. In den letzten sechs Monaten habe die Zahl der Anfragen aus dem Bereich der humanoiden Robotik spürbar zugenommen. Auch aus der Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie gebe es erste Anzeichen für eine Nachfrage nach der hohen Energiedichte und den Sicherheitsvorteilen der Festkörpertechnologie. Während die bestehende Kooperation mit SK On im September 2026 formal ausläuft, laufen bereits Verhandlungen über einen neuen Rahmen für die weitere Zusammenarbeit.

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