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SpaceX Aktie: Starship-Start hÀngt an FAA-Freigabe

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 16:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein erweiterter NASA-Auftrag sichert SpaceX drei weitere ISS-FlĂŒge, wĂ€hrend der geplante Starship-Test von einer FAA-Freigabe abhĂ€ngt.

SpaceX: NASA-Vertrag stÀrkt GeschÀft, Starship-Start bleibt offen
Eine große, silberne Weltraumrakete auf einer Startrampe bei DĂ€mmerung, die den Fortschritt in der Raumfahrt symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Der Flug in den Weltraum ist lĂ€ngst kein rein staatliches Prestigeprojekt mehr, sondern ein wachsender Wirtschaftszweig. Kaum ein Akteur verdeutlicht diesen Wandel so eindringlich wie SpaceX: WĂ€hrend das operative GeschĂ€ft mit verlĂ€sslicher RegelmĂ€ĂŸigkeit behördliche AuftrĂ€ge abarbeitet, richtet sich der Blick des Marktes auf den nĂ€chsten technologischen Sprung.

FĂŒr Investoren stellt sich dabei eine fundamentale Frage: Wie viel Geduld verlangt der Übergang von bewĂ€hrter Raumfahrt-Routine zu völlig neuen TrĂ€gersystemen?

An den MĂ€rkten wird dieser Balanceakt derzeit mit vorsichtigem Optimismus begleitet. Die Aktie notiert aktuell bei 135,26 Euro und verzeichnet heute ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. Auf Monatssicht steht damit ein Zuwachs von 17 Prozent zu Buche. Gleichzeitig mahnt die Bewertung zur NĂŒchternheit: Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 1.759,51 Milliarden Euro ist das Vertrauen in die kĂŒnftige Skalierung bereits eingepreist.

Staatliche Milliarden als stabiles Fundament

Dass dieser Bewertungsmaßstab ĂŒberhaupt existiert, liegt an der VerlĂ€sslichkeit des bisherigen GeschĂ€ftsmodells. SpaceX fungiert fĂŒr US-Behörden lĂ€ngst als unverzichtbarer Infrastrukturdienstleister. Das zeigte sich erst am Freitag, als die Raumfahrtbehörde NASA eine Vertragsanpassung im Umfang von 946 Millionen $ bekannt gab.

Die Vereinbarung sichert drei zusĂ€tzliche bemannte Missionen zur Internationalen Raumstation, konkret die FlĂŒge Crew-15 bis Crew-17. Damit wĂ€chst das Gesamtvolumen des Programms zur kommerziellen Mannschaftsbeförderung auf 17 FlĂŒge und einen Gesamtwert von 5,92 Milliarden $ mit einer Laufzeit bis 2030. FĂŒr die AktionĂ€re bedeutet das vor allem planbare Einnahmen ĂŒber Jahre hinweg.

Flankiert wird dieses zivile Standbein durch militÀrische AuftrÀge, die technisch reibungslos ablaufen. Am 10. September hob eine Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Space Force Base ab, um eine geheime Fracht der U.S. Space Force im Rahmen der Mission USSF-153 ins All zu bringen.

Die Erststufe der Rakete landete anschließend wie geplant. Derartige Missionen sind mittlerweile industrieller Alltag – ein entscheidender Faktor, um Risiken an anderer Stelle zu tragen.

Starship vor der orbitalen BewÀhrungsprobe

Denn wĂ€hrend die Falcon 9 zuverlĂ€ssig ErtrĂ€ge einfliegt, entscheidet sich die langfristige Wachstumsfantasie an einem anderen Projekt: dem TrĂ€gersystem Starship. Medienberichten zufolge peilt das Unternehmen den ersten orbitalen Flug der Riesenrakete von der Basis Starbase bereits fĂŒr den 28. September an.

Dieser Termin ist jedoch keineswegs in Stein gemeißelt. Der Start hĂ€ngt maßgeblich von der noch ausstehenden Genehmigung durch die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration ab. Verzögerungen bei derartigen Megaprojekten sind normal: Medienberichten zufolge wurde der 14. Testflug des Systems bereits von einem frĂŒheren Zieltermin am 22. September auf den 28. September verschoben, ebenfalls gebunden an behördliche Freigaben.

Genau hier liegt die ReibungsflĂ€che fĂŒr Anleger. Einerseits sorgt das KerngeschĂ€ft mit Falcon 9 und der NASA fĂŒr kontinuierliche MittelzuflĂŒsse. Andererseits steht mit Starship ein technologisches Wagnis an, dessen ZeitplĂ€ne immer wieder mit den Anforderungen staatlicher Regulierer kollidieren.

Technologischer Fortschritt trifft regulatorische RealitÀt

Der Fall zeigt exemplarisch, wie die Raumfahrtindustrie an der Börse bewertet wird. Die reine Pionierphase ist vorbei; institutionelle Kunden wie das MilitĂ€r und zivile Raumfahrtbehörden verlangen PrĂ€zision, Budgetsicherheit und VerlĂ€sslichkeit. SpaceX liefert diese Kennzahlen ĂŒber die bestehenden VertrĂ€ge bis ins nĂ€chste Jahrzehnt.

Doch die kĂŒnftige Fantasie speist sich aus dem Erreichen neuer Umlaufbahnen mit deutlich grĂ¶ĂŸerer Nutzlast. Ob der avisierte Termin am 28. September gehalten werden kann, entscheidet sich letztlich nicht nur auf der Startrampe, sondern in den PrĂŒfstellen der Behörden. FĂŒr Anleger bleibt der Spagat zwischen solider Auftragslage und risikoreichen Entwicklungsmeilensteinen das bestimmende Thema der kommenden Wochen.

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