Sprott Aktie: Bringt Ex-China-ETF mit HANetf an den Markt
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 05:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit neuen Anlageprodukten und klaren Markteinschätzungen baut der kanadische Vermögensverwalter Sprott seine Präsenz im Rohstoffsektor weiter aus. Im Mittelpunkt steht die Erschließung strategischer Lieferketten abseits dominanter Förderländer sowie die wachsende Nachfrage nach Energiemetallen.
Neuer ETF zielt auf Seltene Erden außerhalb Chinas
Gemeinsam mit HANetf brachte Sprott Asset Management am Mittwoch den Sprott Rare Earths Ex-China UCITS ETF (REXC) auf den Markt. Das Anlageprodukt richtet sich an Investoren, die gezielt in Unternehmen der Wertschöpfungskette für Seltene Erden investieren möchten, welche außerhalb Chinas operieren.
Der Fonds bildet den Nasdaq Sprott Rare Earths Ex-China Capped Index ab. Die laufenden Kosten für das Produkt belaufen sich auf 0,65 Prozent. Damit reagiert das Unternehmen auf das zunehmende Bestreben westlicher Volkswirtschaften, Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen zu verringern und alternative Lieferketten für Technologien und Industrie aufzubauen.
Uranmarkt erreicht neue Bewertungsphase
Am Donnerstag legte das Haus zudem neue Einschätzungen zum Uransektor vor. Das Unternehmen verwies darauf, dass Rekordpreise bei längerfristigen Lieferverträgen eine neue Phase für den Rohstoff markieren. Im Rahmen eines Kommentars zum World Nuclear Symposium betonte John Ciampaglia die sich aufhellenden Perspektiven für die Kernenergie.
Als wesentliche Treiber hob Ciampaglia die wachsende staatliche Unterstützung, den Zufluss von privatem Kapital sowie das anhaltende Investoreninteresse an Uran und Förderunternehmen hervor. Die Kernkraft gewinnt vor dem Hintergrund des steigenden Energiebedarfs und emissionsarmer Stromerzeugung international wieder spürbar an Bedeutung.
Warnung vor Engpässen bei der weltweiten Kupferförderung
Neben Uran und Seltenen Erden richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Basismetalle. Sprott Asset Management wies darauf hin, dass die weltweite Minenförderung von Kupfer im Jahr 2026 zum ersten Mal seit 2017 schrumpfen könnte.
Die Minenproduktion sank im ersten Halbjahr 2026 im Jahresvergleich bereits um 1,1 Prozent. Produktionsunterbrechungen in der Grasberg-Mine von Freeport-McMoRan sowie im Kamoa-Kakula-Komplex von Ivanhoe Mines entzogen dem Markt nach Unternehmensberechnungen rund 600.000 Tonnen der für 2026 erwarteten Fördermenge.
Bereits am 15. September hatte das Haus vor einem sich verschärfenden Angebotsengpass gewarnt. Als Ursachen gelten sinkende Erzgehalte, eine schwächere Produktion in Chile sowie Unsicherheiten bezüglich US-Zöllen. Dem steht ein struktureller Mehrbedarf durch die Elektrifizierung, Rechenzentren für künstliche Intelligenz und den Verteidigungssektor gegenüber.
Am Aktienmarkt spiegelte sich die Rohstoffkonjunktur in den vergangenen Monaten positiv wider: Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Sprott-Aktie bei 109,00 Euro. Damit liegt das Papier seit dem Jahresanfang mit 30 Prozent im Plus. Dennoch beträgt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 149,00 Euro derzeit minus 27 Prozent.
Während Ryan McIntyre, President von Sprott Inc., Gold angesichts steigender Staatsschulden weiterhin als fundamentalen Anker im Währungsgefüge sieht, diversifiziert das Unternehmen sein Geschäftsmodell konsequent über spezialisierte Rohstoffsegmente.
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