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Sprott Physical Silver Aktie: 215 Millionen Unzen Bestand

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 03:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sprott Physical Silver erreicht 215 Mio. Unzen Silber, während die Aktie 4,85% unter NAV notiert. Technische Signale und Angebotslücke prägen die Lage.

Sprott Silber-Trust: Rekordbestand und Abschlag zum Metallwert
Stapel aus glänzenden Silberbarren in einem Tresorraum, symbolisch für Edelmetallbestände. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Sprott Physical Silver Trust erreicht einen neuen Meilenstein. Der Bestand an physischem Silber in den Tresoren überschritt die Marke von 215 Millionen Unzen. Während die Vorräte wachsen, klafft am Markt eine deutliche Lücke zwischen dem Aktienkurs und dem tatsächlichen Metallwert.

Volle Tresore und hoher Rabatt

Anfang August meldete der Trust einen Bestand von genau 215.405.617 Unzen Silber. Das entspricht einem Marktwert von rund 12,5 Milliarden Dollar. Trotz dieser gewaltigen Sachwerte notiert die Aktie aktuell etwa 4,85 Prozent unter ihrem Nettoinventarwert (NAV).

Anleger kaufen hier kein bloßes Papierversprechen. Die Barren lagern physisch bei der Royal Canadian Mint. Unter strikten Bedingungen können sich Anteilseigner das Metall sogar direkt ausliefern lassen. Die Fondsleitung nutzt die aktuelle Marktlage, um das Portfolio über ein milliardenschweres Aktienprogramm weiter auszubauen.

Zinshoffnung trifft auf Chart-Druck

Zuletzt erholte sich der Kurs leicht auf 16,58 Euro. Marktteilnehmer setzen auf eine weniger aggressive Zinspolitik der US-Notenbank. Sinkende Ölpreise und die Aussicht auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten dämpften zuletzt die globalen Inflationserwartungen.

Parallel dazu trübt sich das technische Bild ein. Im Juli bildete sich im Silberchart ein „Death Cross“. Die kurzfristige 50-Tage-Linie fiel dabei unter den 200-Tage-Durchschnitt. In der technischen Analyse gilt dies als Warnsignal für anhaltenden Verkaufsdruck am Papiermarkt.

Industrieller Hunger nach Silber

Die fundamentale Lage bleibt indes angespannt. Für das Jahr 2026 zeichnet sich das sechste Angebotsdefizit in Folge ab. Experten erwarten eine Lücke von 46,3 Millionen Unzen am Weltmarkt. Vor allem die Solarindustrie und die Elektronikbranche treiben die Nachfrage massiv nach oben.

Sprott reagiert auf diesen Engpass offensiv. Das Unternehmen weitete sein Kapitalprogramm auf ein Volumen von zwei Milliarden Dollar aus. Damit sichert sich der Trust weiteres physisches Metall, während die Kurse an den Terminbörsen schwanken.

Anleger blicken nun auf die kommenden Wochen. Mit einem Abstand von etwa 48 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bleibt die Bewertung im Vergleich zum Jahresanfang niedrig. Die Entscheidungen der Zentralbanken im September werden darüber bestimmen, ob der aktuelle Abschlag zum Silberwert eine belastbare Kaufgelegenheit markiert.

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