Strive Aktie: Bitcoin-Hunger verwässert
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 22:50 Uhr | Redaktion boerse-global.deStrive kauft Bitcoin schneller, als selbst optimistische Analysten erwartet hatten. Die Anleger honorieren das nicht: Die Aktie gab am Freitag deutlich nach. Der Grund liegt in der wachsenden Zahl ausstehender Aktien.
Rekordtempo beim Zukauf
TD Cowen hebt das Kursziel für Strive von 44 auf 56 Dollar. Die Analysten Lance Vitanza und Jonnathan Navarrete verweisen auf die Käufe der vergangenen zwei Wochen. Sie übertrafen bereits die Prognose für das gesamte vierte Quartal.
Der Bestand stieg auf 35.595 Bitcoin, nach rund 28.000 Ende September. Das entspricht einem Wert von etwa 2,9 Milliarden Dollar. TD hatte für das Quartal lediglich mit Zukäufen von 4.750 Bitcoin gerechnet, tatsächlich kamen knapp 7.600 dazu.
Allein am Dienstag und Mittwoch erwarb Strive 3.311 und 2.822 Bitcoin. Damit hält das Unternehmen die viertgrößten Bestände unter börsennotierten Firmen, knapp vor MARA.
Verwässerung drückt auf den Kurs
Die Aktie fiel am Freitag um 6,6 Prozent auf 23,96 Dollar. Seit Jahresbeginn liegt sie dennoch mehr als 38 Prozent im Plus.
Die Analysten machen die Verwässerung verantwortlich. Die Ausübung von Optionsscheinen erhöhte die Zahl der Aktien kräftig und belastete die Kennzahl BTC Yield. Womöglich verkauften manche Investoren die dabei erhaltenen Papiere sofort. Da keine Optionsscheine mit 27-Dollar-Ausübungspreis mehr ausstehen, erwartet TD Cowen nachlassenden Druck.
630 Millionen Dollar aus Vorzugsaktien
Frisches Geld kommt aus einem Börsengang von Vorzugsaktien. Strive platzierte 7 Millionen Aktien der 15-Prozent-Serie "SATS" zu je 90 Dollar. Ursprünglich waren 5 Millionen Stück vorgesehen. Der Bruttoerlös beträgt rund 630 Millionen Dollar, die Abwicklung ist für den 20. Oktober geplant.
Die Papiere zahlen kumulative Dividenden von 15 Prozent auf den Nennwert von 100 Dollar, sofern der Verwaltungsrat sie beschließt. Strive legt zudem eine Reserve für die ersten 18 Monate an, das sind 22,50 Dollar je Aktie.
Verwenden will das Unternehmen den Erlös unter anderem für Bitcoin-Zukäufe, Rückkäufe eigener Aktien und mögliche Übernahmen. TD Cowen sieht darin die Chance, weitere Käufe ohne zusätzliche Stammaktien zu finanzieren. Ob das den Verwässerungsdruck dauerhaft mindert, zeigt sich nach der Abwicklung am 20. Oktober, wenn das frische Kapital bereitsteht.
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