Supernus Aktie: Fusion mit Indivior
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 13:26 Uhr | Redaktion boerse-global.deZwei Nachrichten an einem Tag, die es in sich haben: Supernus Pharmaceuticals hat am Montag nicht nur Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt, sondern gleichzeitig eine Fusion mit Indivior Pharmaceuticals verkĂŒndet. Aus zwei Nischenanbietern fĂŒr Erkrankungen des zentralen Nervensystems soll ein Unternehmen mit rund 2,2 Milliarden Dollar Jahresumsatz entstehen.
Zusammenschluss auf Augenhöhe
Die Transaktion ist als steuerfreier Aktientausch unter Gleichen strukturiert und von beiden VorstĂ€nden einstimmig gebilligt. Supernus-AktionĂ€re erhalten fĂŒr jede ihrer Aktien 1,5401 Indivior-Anteile, Indivior-AktionĂ€re bekommen zusĂ€tzlich eine Sonderdividende von einer Milliarde Dollar ausgezahlt, finanziert ĂŒber einen Kredit von Citibank in Höhe von 650 Millionen Dollar. Nach Abschluss halten Indivior-AktionĂ€re rund 56,5 Prozent und Supernus-AktionĂ€re rund 43,5 Prozent am kombinierten Unternehmen.
Die neue Einheit soll unter dem Namen Supernus, Inc. an der Nasdaq unter dem KĂŒrzel SUPN notieren, gefĂŒhrt von CEO Jack Khattar mit Hauptsitz in Rockville. Zusammen kommen die Firmen auf ein Portfolio von elf Medikamenten in Psychiatrie, Neurologie und Suchtmedizin. Das Management rechnet mit jĂ€hrlichen Kostensynergien von 125 Millionen Dollar und einer pro forma bereinigten EBITDA von 888 Millionen Dollar bei einer Nettoverschuldung von unter dem Einfachen des EBITDA. Der Abschluss ist fĂŒr das vierte Quartal 2026 geplant und steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung beider AktionĂ€rsversammlungen sowie behördlicher Genehmigungen.
Wachstum ĂŒberstrahlt Bilanzverlust
Losgelöst von der Fusion zeigt das TagesgeschĂ€ft, warum Indivior an Supernus interessiert sein könnte. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 32 Prozent auf 219,1 Millionen Dollar. Treiber war vor allem das Wachstumsquartett aus Qelbree, GOCOVRI, ZURZUVAE und ONAPGO, dessen kombinierte Erlöse um 52 Prozent auf 175,7 Millionen Dollar zulegten. Qelbree wuchs um 15 Prozent auf 89,2 Millionen Dollar, wĂ€hrend ONAPGO seit dem Launch im April 2025 inzwischen rund 2.600 Verordnungen von etwa 720 Ărzten verzeichnet.
Unter dem Strich stand dennoch ein Nettoverlust von 58,4 Millionen Dollar beziehungsweise 1,01 Dollar je Aktie, nach einem Gewinn von 22,5 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Der Ausschlag geht auf eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von 54,9 Millionen Dollar auf das PrĂ€parat APOKYN zurĂŒck, dessen UmsĂ€tze im Jahresvergleich um 51 Prozent einbrachen. Die liquiden Mittel und kurzfristigen Wertpapiere stiegen derweil auf 372,1 Millionen Dollar.
Trotz des Bilanzverlusts hebt das Unternehmen seine Jahresprognose an. Die Umsatzspanne fĂŒr 2026 klettert von zuvor 840 bis 870 Millionen Dollar auf jetzt 860 bis 890 Millionen Dollar, das Ziel fĂŒr die bereinigten operativen ErtrĂ€ge steigt auf 150 bis 180 Millionen Dollar.
Die geplante Fusion ersetzt vorerst den gewohnten Quartalstermin: Statt separater Analystenkonferenzen luden beide Unternehmen am Montag zu einem gemeinsamen Call, um Investoren die Details der Transaktion zu erlĂ€utern. Bis zur finalen Abstimmung der AktionĂ€re und dem angepeilten Abschluss im vierten Quartal 2026 bleibt der Zusammenschluss ein Vorhaben â die Weichen dafĂŒr sind mit der einstimmigen Vorstandszustimmung aber bereits gestellt.
Supernus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Supernus-Analyse vom 3. August liefert die Antwort:
Die neusten Supernus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Supernus-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Supernus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
