SUSE, Aktie

SUSE Aktie: Civey-Umfrage zeigt mehr Open-Source-RĂŒckhalt

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 06:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Umfrage zeigt wachsende WertschĂ€tzung fĂŒr Open Source im öffentlichen Dienst, belegt jedoch keine zusĂ€tzlichen AuftrĂ€ge oder Erlöse.
Softwareentwickler bei der Arbeit an einer Open-Source-Programmierung in einem modernen BĂŒro. Illustration mit AI erstellt.

SUSE sieht wachsenden RĂŒckhalt fĂŒr Open-Source-Software in der deutschen öffentlichen Verwaltung. Eine gestern veröffentlichte Civey-Umfrage zeigt eine deutlich höhere Bedeutung solcher Anwendungen unter den befragten BeschĂ€ftigten als im Vergleichsjahr. FĂŒr Anleger ist das ein Hinweis auf ein gĂŒnstigeres Akzeptanzumfeld – noch kein Beleg fĂŒr zusĂ€tzliche AuftrĂ€ge oder UmsĂ€tze.

Zustimmung in der Verwaltung wÀchst

Nach Angaben von SUSE halten 59,9 Prozent der befragten BeschĂ€ftigten im öffentlichen Sektor Open-Source-Anwendungen fĂŒr wichtig. Im Jahr 2024 waren es 35,1 Prozent. Damit gewinnt das Thema in der Wahrnehmung dieser BeschĂ€ftigten deutlich an Gewicht.

Die Aussage betrifft die EinschĂ€tzung der Befragten. Sie ist von konkreten Beschaffungsentscheidungen zu unterscheiden: Eine höhere wahrgenommene Bedeutung lĂ€sst sich nicht unmittelbar mit einer stĂ€rkeren Nutzung oder zusĂ€tzlichen Ausgaben gleichsetzen. FĂŒr die wirtschaftliche Einordnung ist diese Trennung entscheidend.

SUSE berichtete außerdem, auf der Smart Country Convention einen Sonderpreis der Open Source Business Alliance an StaatssekretĂ€r Markus Richter verliehen zu haben. Der Auftritt und die Umfrage rĂŒcken damit beide das VerhĂ€ltnis zwischen Open Source und öffentlicher Verwaltung in den Mittelpunkt.

SouverÀne KI als weiteres Schwerpunktthema

Parallel setzt SUSE bei seiner Veranstaltungsplanung auf souverĂ€ne KI und offene Infrastruktur. Am Mittwoch kĂŒndigte das Unternehmen die SUSECON 2027 in Barcelona an. Sie soll vom 15. bis 17. Februar stattfinden.

Die Themenwahl ergĂ€nzt die jĂŒngste Botschaft aus der Verwaltung: SUSE stellt offene Technologien sowohl im öffentlichen Umfeld als auch bei KI-Anwendungen heraus. Die angekĂŒndigte Konferenz benennt dafĂŒr einen konkreten nĂ€chsten Termin. Ihre Schwerpunkte beschreiben allerdings zunĂ€chst die inhaltliche Agenda und keine bereits erzielten GeschĂ€ftsergebnisse.

Mexiko liefert einen regionalen Wachstumsakzent

Auch außerhalb Deutschlands betont SUSE offene Technologien. Medienberichten vom Dienstag zufolge veranstaltete das Unternehmen erstmals eine SUSE Exchange in Mexiko-Stadt. Im Mittelpunkt standen KI und Open-Source-Virtualisierung. SUSE bezeichnete Mexiko dabei als seinen am schnellsten wachsenden Markt in Lateinamerika.

Diese regionale Aussage ergĂ€nzt das Bild, ersetzt aber keine konzernweite Wachstumskennzahl. Der wesentliche Anlegerpunkt bleibt daher die Unterscheidung zwischen RĂŒckenwind und wirtschaftlicher Umsetzung: Die Umfrage signalisiert mehr Offenheit in der Verwaltung. Ob daraus zusĂ€tzliches GeschĂ€ft entsteht, lĂ€sst sich aus der gestiegenen Zustimmung allein nicht ableiten.

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