Suse Aktie: FIS-ASP wechselt zu offener KVM-Virtualisierung
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 03:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Rund 80 Prozent aller weltweiten SAP-HANA-Installationen laufen auf dem SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications. Der Open-Source-Konzern nutzt diese Ausgangslage im Enterprise-Sektor gezielt, um seine quelloffene KVM-Virtualisierung als Alternative zu teuren proprietären Anbietern zu etablieren. Treiber dieser Entwicklung sind drohende Lizenzkostensteigerungen sowie das Bestreben vieler Unternehmen nach digitaler Souveränität.
Hohe Kostenersparnis bei Unternehmenskunden
Welche Einsparungen der Wechsel auf offene Systeme ermöglichen kann, zeigt das Praxisbeispiel des IT-Dienstleisters FIS-ASP. Das Unternehmen betreibt rund 1.000 SAP-Systeme für über 50.000 Anwender in drei Rechenzentren in Bayern.
Durch die Migration auf die KVM-Lösung von SUSE vermied der IT-Dienstleister drohende Kostensteigerungen von mehr als 100 Prozent gegenüber der früheren proprietären Software.
Zudem verursacht die Virtualisierung von SUSE in der Regel lediglich einen geringen Leistungsüberhang von 5 bis 10 Prozent gegenüber reinen Bare-Metal-Installationen. Für zusätzliche Sicherheit sorgt die Zertifizierung des Betriebssystems nach Common Criteria EAL4+ durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Proprietäre Lizenzmodelle belasten Unternehmensbudgets zunehmend mit jährlichen Mehrausgaben von mehreren Hunderttausend bis hin zu Millionenbeträgen. Die Vermeidung von Anbieterabhängigkeiten rückt deshalb in den Fokus vieler IT-Entscheider. Für SUSE bedeutet dieser Markttrend eine wachsende Nachfrage nach quelloffener Infrastruktur für geschäftskritische Anwendungen.
Anerkennung für Container- und Hybrid-Lösungen
Flankiert wird diese Entwicklung durch Einschätzungen von Branchenbeobachtern. Das Analysehaus Gartner stufte SUSE Rancher Prime im Jahr 2026 zum dritten Mal in Folge als Marktführer im Bereich Container Management ein.
In den Kategorien für Server-Virtualisierungsplattformen sowie verteilte hybride Infrastrukturen stufte Gartner das Unternehmen zudem als Visionär ein. SUSE verwaltet damit virtuelle Maschinen, Container und moderne KI-Arbeitslasten über eine gemeinsame Steuerungsebene.
Auch internationale Referenzkunden verzeichnen messbare Effizienzgewinne. Die ABA Bank erzielte beim Einsatz der Plattformen eine Systemverfügbarkeit von 99,999 Prozent für ihre Bankdienste und senkte die Kosten im Container-Management um 15 Prozent.
Gleichzeitig schreitet die technische Produktpflege voran. Die Entwickler meldeten das Erreichen der Release-Candidate-Phase für openSUSE Leap 16.1. Die finale Veröffentlichung ist für November geplant und soll zeitgleich mit der Unternehmensversion SLES 16.1 erfolgen, um Sicherheits- und Fehlerkorrekturen nahtlos bereitzustellen.
Suse-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Suse-Analyse vom 26. September liefert die Antwort:
Die neusten Suse-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Suse-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Suse: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
