Telecom, Italia

Telecom Italia Aktie: Sparkle vereinbart Dienste für Libyen

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 07:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sparkle vereinbart Konnektivitätsdienste für Libyen; der geplante Verkauf wartet weiterhin auf die US-Genehmigung.

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Die internationale Konnektivitätstochter von Telecom Italia treibt ihr operatives Geschäft voran, während der geplante Verkauf der Sparte ins Stocken gerät.

Die Kooperation sieht vor, internationale Konnektivitätsdienste für Verbindungen von und nach Libyen bereitzustellen. Teil der Vereinbarung sind unter anderem Ethernet-MPLS-Dienste für Unternehmenskunden.

Für den italienischen Telekommunikationskonzern markiert der Schritt eine Stärkung der Aktivitäten im Mittelmeerraum. Sparkle betreibt ein weitreichendes internationales Glasfasernetz und spielt traditionell eine zentrale Rolle für den Datenaustausch zwischen Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten.

Verzögerungen beim geplanten Milliardenverkauf

Der operative Ausbau vollzieht sich vor dem Hintergrund einer Hängepartie um die Eigentümerstruktur. Telecom Italia plant seit Längerem die Veräußerung von Sparkle an ein Konsortium aus dem italienischen Wirtschafts- und Finanzministerium sowie dem Infrastrukturbetreiber Retelit.

Wie Reuters am Donnerstag unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, könnte sich der Zeitplan für den Abschluss der Transaktion jedoch weiter verzögern.

Allerdings steht für die Transaktion mit dem Konsortium aus Finanzministerium und Retelit noch die abschließende behördliche Genehmigung aus den USA aus.

Zusätzlichen Druck auf europäische Telekommunikationswerte brachte am Freitag zudem ein Branchenbericht von Reuters, wonach der Zukauf von Frequenzbändern durch SpaceX die Sorge vor künftiger Konkurrenz durch satellitengestützte Mobilfunkdienste schürte.

Die Aktie von Telecom Italia beendete den Freitagshandel bei 5,55 Euro, was einem Tagesverlust von 1,3 Prozent entspricht. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 8,19 Euro notiert der Titel mit einem Abschlag von 32 Prozent.

Verwaltungsrat verschiebt Prüfung der Quartalszahlen

Neben den Verhandlungen über die Netzwerksparte hat der Konzern auch seinen Finanzkalender angepasst. Die begleitende Telefonkonferenz für Analysten ist nun für den darauffolgenden Tag um 11:00 Uhr angesetzt.

Anleger dürften bei der Vorlage der Neunmonatszahlen vor allem darauf achten, welche Fortschritte das Management bei der Entflechtung und beim Schuldenabbau vermelden kann. Durch die jüngst vollzogene Einbindung von Poste Italiane sind die Weichen im Aktionariat zwar gestellt. Klarheit über den Verbleib von Sparkle steht jedoch weiterhin aus.

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