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The Trade Desk Aktie: Q2-Bericht am 6. August erwartet

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 11:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

The Trade Desk veröffentlicht am 6. August Q2-Zahlen. Analysten uneins über EPS-Prognosen, während die Aktie nach schwachem Q1 und 51% Kursverlust auf Stabilisierung hofft.

The Trade Desk: Quartalszahlen am 6. August – Hoffnung auf Stabilisierung nach Kursverlusten
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Der US-Werbespezialist The Trade Desk steuert auf eine wegweisende Veröffentlichung seiner Geschäftsergebnisse für das zweite Quartal 2026 zu. Am kommenden Donnerstag, den 6. August, wird das Unternehmen nach US-Börsenschluss Einblick in seine Bilanz geben. Nach einem turbulenten Jahr steht das Papier unter erheblichem Beobachtungsdruck, da Anleger auf Anzeichen einer operativen Stabilisierung warten. Die Aktie notiert aktuell bei 15,96 € und zeigt damit heute eine leichte Erholungstendenz von 0,50 %.

Uneinheitliche Erwartungen für das zweite Quartal

Die Prognosen der Analysten für den anstehenden Bericht gehen teils weit auseinander. Während ein Teil der Marktbeobachter mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von etwa 0,18 US-Dollar rechnet, liegen andere Schätzungen mit bis zu 0,40 US-Dollar deutlich darüber. Beim Umsatz wird im Konsens ein Wert zwischen 752,6 Millionen und 758,9 Millionen US-Dollar erwartet. Diese Zielmarken sind besonders relevant, da The Trade Desk im vorangegangenen Quartal die Erwartungen enttäuschte: Im ersten Jahresviertel meldete das Unternehmen einen Gewinn von lediglich 0,08 US-Dollar je Aktie und verfehlte damit die Prognose von 0,32 US-Dollar deutlich.

Medienberichten zufolge lasten die schwachen Vorquartalszahlen weiterhin auf der Stimmung. Zwar konnte der Umsatz im ersten Quartal im Jahresvergleich um 11,8 % auf 688,86 Millionen US-Dollar gesteigert werden, doch die Profitabilität blieb hinter den Hoffnungen zurück. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust der Aktie auf 50,99 %, was den massiven Vertrauensentzug der Investoren in den vergangenen Monaten verdeutlicht.

Strategische Partnerschaften und kurzfristige Volatilität

Neben den nackten Zahlen richten Investoren ihr Augenmerk auf strategische Entwicklungen wie die Kooperation mit dem Werberiesen Publicis. Diese Partnerschaft gilt als zentraler Baustein, um das zweistellige Umsatzwachstum langfristig abzusichern und die Abhängigkeit vom US-Kernmarkt zu verringern. Parallel dazu durchläuft das Unternehmen einen Führungswechsel, dessen reibungslose Umsetzung an der Börse genau beobachtet wird.

Am heutigen Freitag sorgte zudem eine Marketing-Aktion sowie ein Tweet des Unternehmens für Aufmerksamkeit und belastete den Kurs zeitweise. Technische Analysen weisen darauf hin, dass die Aktie derzeit unter ihrem gleitenden Durchschnitt der letzten 20 Tage handelt, was kurzfristig auf einen anhaltenden Abwärtstrend hindeutet. Dass der Wert weit von früheren Höchstständen entfernt ist, zeigt der Blick auf das 52-Wochen-Hoch, das noch bei 77,60 € markiert wurde.

Analysten sind gespalten

Innerhalb der Analystenzunft herrscht Uneinigkeit über die künftige Bewertung. Die Experten von RBC stufen das Papier weiterhin mit „Outperform“ ein und sehen ein Kursziel von 33 US-Dollar. Sie setzen auf die narrative Stärke des programmatischen Werbemarktes und stabile Margen. Im Gegensatz dazu zeigt sich das Haus Rothschild deutlich skeptischer: Mit einer Verkaufsempfehlung und einem Ziel von lediglich 11 US-Dollar warnen die dortigen Analysten vor zunehmendem Wettbewerbsdruck und der hohen Konzentration der Umsätze in den USA.

Einige Marktbeobachter bewerten die Aktie auf Basis aktueller Fair-Value-Modelle als unterbewertet und sehen theoretisches Aufwärtspotenzial von bis zu 38 %. Dem stehen jedoch signifikante Verkäufe institutioneller Investoren im ersten Quartal gegenüber, bei denen einzelne Häuser ihre Positionen nahezu vollständig auflösten. Der kommende Donnerstag dürfte somit darüber entscheiden, ob The Trade Desk die Trendwende einleiten kann oder den jüngsten Abwärtstrend bestätigt.

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