Thyssenkrupp, Aktie

Thyssenkrupp Aktie: Amundi baut Beteiligung ab

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 05:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Amundi reduzierte seinen Thyssenkrupp-Anteil auf 3,05 Prozent, während Konzernumbau und höheres Deutsche-Bank-Kursziel Zuversicht stützen.

Fotorealistisches Stahlwerk mit Hochofen und Dampf bei Sonnenuntergang
thyssenkrupp AG (DE0007500001): fotorealistisches Stahlwerk bei Sonnenuntergang mit glühendem Hochofen, aufsteigendem Dampf und nasser Betriebsfläche Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Thyssenkrupp geriet zum Auftakt der Handelswoche spürbar unter Abgabedruck. Das Papier verlor am gestrigen Montag 3,0 Prozent und ging bei 14,87 Euro aus dem Handel.

Der Schritt des Großaktionärs traf auf ein sensibles Marktumfeld. Wenn ein institutioneller Großanleger eine bestehende Position merklich verkleinert, löst dies unter den Anlegern rasch Befürchtungen vor weiterem Verkaufsdruck aus. Vor allem kurzfristig orientierte Akteure zogen sich daraufhin zurück und drückten den Kurs des Essener Industriekonzerns ins Minus.

Großaktionär verringert Stimmrechtsanteil

Aus der offiziellen Stimmrechtsmitteilung geht hervor, dass Amundi die Beteiligung mit Stichtag 15. September von zuvor 4,82 Prozent auf 3,05 Prozent verkleinert hat. Die Reduktion erfolgte überwiegend durch die Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten. Trotz dieses jüngsten Rücksetzers behauptet sich das Papier im längerfristigen Vergleich: Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus immer noch auf 60 Prozent.

Fortschritte beim Konzernumbau

Ungeachtet der Verkäufe durch Amundi treibt das Management die Neuausrichtung des Unternehmens voran. Bei der Transformation verbuchte Thyssenkrupp in den vergangenen Monaten wichtige Etappenziele: Die Marinesparte TKMS wurde an der Börse etabliert, zudem schlossen Vorstand und Arbeitnehmervertreter einen Sanierungstarifvertrag für die Stahlsparte Steel Europe ab.

Flankiert werden diese Schritte durch vereinbarte Eckpunkte mit Salzgitter zur Zukunft der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann sowie die Vereinbarung über den Verkauf des Bereichs Automation Engineering an Agile Robots.

Operativ untermauern die jüngsten Geschäftszahlen den eingeschlagenen Kurs.

Analysten sehen Potenzial

Die strategischen Fortschritte und veränderten Rahmenbedingungen finden auch bei Marktbeobachtern Zuspruch. Insbesondere handelspolitische Weichenstellungen stärken die Erwartungen an eine Stabilisierung der europäischen Kernbereiche.

Vor diesem Hintergrund hatte Deutsche Bank Research das Kursziel für Thyssenkrupp am 4. September von 16,00 Euro auf 18,00 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bekräftigt. Die Experten begründeten ihren Schritt mit angehobenen Geschäftsprognosen infolge von handelspolitischen Schutzmaßnahmen der Europäischen Union.

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