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Tocvan Ventures Aktie: Erste Grabenproben aus Gran Pilar

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 04:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Grabenproben zeigen Gold- und Silbergehalte, belegen aber weder den Durchschnittsgehalt der Halden noch die spÀtere Betriebsausbeute.
Geologische Gesteinsschichten und eine raue Bergbaulandschaft bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Tocvan Ventures hat gestern erste Grabenproben vom Gold-Silber-Projekt Gran Pilar in Sonora gemeldet. Ein Graben in der Hauptzone lieferte durchschnittlich 4,6 Gramm Gold je Tonne. Die Ergebnisse geben Hinweise auf das Material fĂŒr die geplante Pilotanlage. Sie belegen allerdings noch nicht den durchschnittlichen Metallgehalt der bereits angelegten Halden.

Gold in der Hauptzone, Silber weiter östlich

Im Graben T19 erreichten einzelne Proben bis zu 24,4 Gramm Gold je Tonne. Der zweite untersuchte Graben der Hauptzone lieferte durchschnittlich 1,4 Gramm und maximal 5,5 Gramm Gold je Tonne.

Damit liegen fĂŒr die Vorbereitung des Pilotbetriebs erste Laborwerte aus unterschiedlichen Abbaubereichen vor. Entscheidend ist jedoch die Abgrenzung zwischen untersuchten Proben und dem gesamten eingelagerten Material: Tocvan weist ausdrĂŒcklich darauf hin, dass die Proben nicht zwingend reprĂ€sentativ fĂŒr den Haldengehalt sind. Auch die wahren MĂ€chtigkeiten sind unbekannt.

Eine neue Zone liegt 1,3 Kilometer östlich. Dort ergaben die Proben aus Graben T3 durchschnittlich 0,8 Gramm Gold und 100 Gramm Silber je Tonne.

Dieser Fund erweitert den Blick ĂŒber die Hauptzone hinaus. FĂŒr Anleger ist damit neben dem Goldgehalt auch die Silbermineralisierung relevant. Welche Bedeutung sie fĂŒr den Pilotbetrieb haben wird, lĂ€sst sich aus den ersten Grabenwerten allein nicht ableiten.

Haldenmaterial ist noch kein gesicherter Durchschnitt

Insgesamt hat Tocvan aus den drei GrÀben 5.945 Tonnen Material auf Halde gelagert. Die gemeldeten Laborwerte beruhen auf 23 Proben mit einer Gesamtmasse von 145,5 Kilogramm.

Die Unterscheidung ist fĂŒr jede wirtschaftliche Einordnung zentral. Hohe Einzelwerte dĂŒrfen nicht auf die gesamte Halde ĂŒbertragen werden. Weitere Grabenresultate stehen noch aus und können das Bild der vorgesehenen Beschickung ergĂ€nzen.

Tocvans Pilotplanung sieht eine Verarbeitung von 50.000 Tonnen vor. Als Planungsannahmen wurden 1,2 Gramm Gold je Tonne und eine Ausbeute von 70 Prozent genannt.

Diese Annahmen sind von den neuen Laborergebnissen zu trennen. Die Grabenproben ersetzen weder einen gemessenen Durchschnittsgehalt des Haldenmaterials noch den Nachweis der tatsÀchlich im Betrieb erzielbaren Ausbeute.

Umsetzung bleibt der nĂ€chste PrĂŒfstein

Tocvan strebt den Pilotbetrieb weiterhin fĂŒr 2026 an. In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview wurde die Fertigstellung der Anlage fĂŒr November 2026 anvisiert. Das vollstĂ€ndige Pilotprogramm soll im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen werden; der Zeitplan hĂ€ngt von den Betriebsbedingungen ab.

Parallel laufen der Bau des Haufenlaugungsbeckens und weitere Vorbereitungen. FĂŒr Anleger liegt der nĂ€chste PrĂŒfstein deshalb nicht allein in zusĂ€tzlichen Spitzengehalten. Maßgeblich wird sein, wie sich das untersuchte Material bei der tatsĂ€chlichen Verarbeitung verhĂ€lt. Die neuen Grabenwerte liefern dafĂŒr erste Anhaltspunkte, aber noch keinen belastbaren Produktionsnachweis.

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