TotalEnergies SE Aktie: Jefferies hebt Kursziel auf 90 Euro
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 17:29 Uhr | Redaktion boerse-global.deTotalEnergies geht mit hohen Gewinnerwartungen in die kommende Berichtswoche. Steigende Ălpreise stĂŒtzen die Aktie, wĂ€hrend kriegsbedingte ProduktionsausfĂ€lle das GeschĂ€ft belasten. Die am 29.10.2026 erwarteten Quartalszahlen mĂŒssen zeigen, wie stark höhere Verkaufspreise und RaffinerieertrĂ€ge diese EinschrĂ€nkungen ausgleichen. FĂŒr Anleger zĂ€hlt damit nicht allein der Ălpreisanstieg, sondern dessen tatsĂ€chlicher Beitrag zum Ergebnis.
Hohe Erwartungen vor der Zahlenvorlage
FĂŒr das dritte Quartal 2026 rechnen Analysten mit einem Gewinn von 3,84 US-Dollar je Aktie. Der Umsatzkonsens liegt bei 55,39 Milliarden US-Dollar. Die Veröffentlichung wird vor Börsenöffnung erwartet.
Damit richtet sich der Blick auf die Ertragskraft und nicht nur auf die Erlösentwicklung. Höhere Energiepreise können das Ergebnis stĂŒtzen, wĂ€hrend geringere Fördermengen diesen Vorteil teilweise aufzehren. Genau dieses Spannungsfeld prĂ€gt die Erwartungen an TotalEnergies.
Im Vorquartal hatte das Unternehmen einen Gewinn von 2,68 US-Dollar je Aktie und einen Umsatz von 57,10 Milliarden US-Dollar erzielt. Die aktuellen SchÀtzungen signalisieren somit einen höheren Gewinn trotz niedrigerer Erlöse.
Eine solche Entwicklung wĂŒrde zeigen, dass TotalEnergies aus seinen UmsĂ€tzen mehr Ergebnis erwirtschaftet. Sie ist bislang allerdings eine Erwartung und kein gemeldeter GeschĂ€ftserfolg.
Höhere Margen treffen auf FörderausfÀlle
Die europĂ€ische Raffineriemarge von TotalEnergies lag im dritten Quartal 2026 bei 33,2 US-Dollar je Barrel. Im Vorjahresquartal waren es 8,4 US-Dollar gewesen. Das liefert eine konkrete Grundlage fĂŒr die hohen Gewinnerwartungen.
Zugleich bleiben die Folgen des Iran-Kriegs eine operative Belastung. Der Konzern profitiert damit nicht uneingeschrĂ€nkt von den Verwerfungen am Energiemarkt: Höheren Preisen stehen EinschrĂ€nkungen der eigenen Produktion gegenĂŒber.
TotalEnergies erwartet fĂŒr das dritte Quartal kriegsbedingte ProduktionsausfĂ€lle von rund 125.000 Barrel ĂlĂ€quivalent pro Tag. Das entspricht 5 % der Gesamtproduktion. Im zweiten Quartal hatten die AusfĂ€lle noch 210.000 Barrel ĂlĂ€quivalent tĂ€glich betragen.
Die erwartete Entlastung gegenĂŒber dem Vorquartal ist deshalb ein weiterer wichtiger PrĂŒfpunkt des Berichts. Entscheidend wird, ob sich die geringeren AusfĂ€lle auch in den endgĂŒltigen GeschĂ€ftszahlen niederschlagen.
Die Aktie nimmt Zuversicht vorweg
Jefferies erhöhte am Montag das Kursziel von 88 auf 90 Euro und bestÀtigte die Kaufempfehlung. Das Analysehaus hÀlt damit an seiner positiven EinschÀtzung fest.
Auch am Markt ĂŒberwiegt heute die Zuversicht: Mit einem Tagesplus von 3,0% setzt die Aktie ihren Anstieg fort. Der Kursgewinn ist jedoch kein Beleg dafĂŒr, dass TotalEnergies die SchĂ€tzungen tatsĂ€chlich ĂŒbertreffen wird.
Der Quartalsbericht muss nun die Verbindung zwischen gĂŒnstigerem Preisumfeld, höheren RaffinerieertrĂ€gen und verbleibenden FörderausfĂ€llen sichtbar machen. An dieser operativen Bilanz lĂ€sst sich die jĂŒngste Zuversicht messen.
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