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Under Armour Aktie: 12-Prozent-Crash nach Barclays-Herabstufung

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 03:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sportartikelhersteller Under Armour verliert nach schwachen Prognosen und dem Ende der Partnerschaft mit Dwayne Johnson deutlich an Börsenwert.

Under Armour-Aktie: Barclays-Abstufung und Rock-Johnson-Aus sorgen für Kursrutsch
Abstrakte Darstellung eines modernen Sportartikel-Verkaufsraums mit dramatischer Beleuchtung und kühler Atmosphäre. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Under Armour-Aktie erlebte in der laufenden Woche einen massiven Rückschlag und verlor 12 Prozent an Wert. Gleich zwei Ereignisse belasteten die Stimmung der Anleger: Eine Herabstufung durch das Analysehaus Barclays sowie das Ende der langjährigen Zusammenarbeit mit Hollywood-Star Dwayne „The Rock“ Johnson.

Während das Management versucht, das Unternehmen durch einen radikalen Strategiewechsel zu stabilisieren, äußern Marktbeobachter deutliche Zweifel an einer schnellen Erholung.

Barclays senkt den Daumen nach schwachem Ausblick

Die Experten von Barclays stuften das Wertpapier am Freitag auf „Underweight“ herab und riefen ein Kursziel von 5 US-Dollar aus. Hintergrund ist die angespannte Geschäftslage im ersten Quartal des Fiskaljahres 2027. Der Umsatz sank in diesem Zeitraum um 3 Prozent auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar.

Zwar konnte das Unternehmen beim Ergebnis je Aktie mit 0,05 US-Dollar die Erwartungen von 0,02 US-Dollar übertreffen, doch der Ausblick auf das restliche Jahr trübte das Bild deutlich.

Das Management passte seine Prognosen an und rechnet nun für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Für das im September endende Quartal stellt das Unternehmen zudem bereits einen Betriebsverlust nach GAAP-Rechnungslegung in Aussicht. Diese Entwicklung verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen der Sportartikelhersteller bei der Neuausrichtung seiner Markenidentität steht.

Abschied von „Project Rock“ und Standortverlagerung

Abseits der nackten Zahlen sorgt der Verlust eines wichtigen Werbeträgers für Unruhe. Dwayne Johnson beendete am Donnerstag nach zehn Jahren seine Partnerschaft mit Under Armour. Laut Berichten von WWD übernimmt der Schauspieler die volle Kontrolle über seine Marke „Project Rock“.

Under Armour wird die bestehenden Produkte noch bis Oktober vertreiben, danach endet die geschäftliche Verbindung in diesem Bereich. Johnson ist nach dem Basketball-Star Stephen Curry, der bereits im November 2025 zur Konkurrenz Li-Ning wechselte, der zweite prominente Markenbotschafter, den das Unternehmen innerhalb kurzer Zeit verliert.

Parallel dazu treibt CEO Kevin Plank den Umbau der operativen Strukturen voran. Um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern, wird das Büro in Portland geschlossen. Die dortigen Funktionen sollen künftig an den Standorten Baltimore und New York gebündelt werden.

Plank verfolgt dabei die Strategie eines umfassenden „Resets“: Das Produktsortiment soll verkleinert werden, um durch eine stärkere Fokussierung höhere Preise am Markt durchsetzen zu können.

Marktlage und technische Einordnung

Der Kursrückgang der letzten Tage hat das Chartbild erheblich beschädigt. Mit einem aktuellen Stand von 4,64 € notiert die Aktie rund -17 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 5,59 €. Damit setzt sich die kurzfristige Schwächephase fort, nachdem das Papier bereits im vergangenen Monat deutlich unter Druck geraten war.

Trotz der jüngsten Verluste verbleibt für den bisherigen Jahresverlauf eine positive Bilanz: Seit Jahresanfang verzeichnet der Wert ein Plus von 13 Prozent. Analysten verweisen jedoch auf den zunehmenden Wettbewerb in der Branche.

Neben etablierten Branchenriesen wie Nike und Adidas gewinnen spezialisierte Anbieter wie On oder Hoka zunehmend Marktanteile. Dieser Konkurrenzdruck schränkt den Spielraum für den von der Geschäftsführung angestrebten preisgetriebenen Aufschwung ein, während das Unternehmen gleichzeitig mit sinkenden Nachfragezahlen in Kernmärkten kämpft.

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