Uniper, Aktie

Uniper Aktie: OPAL-Pipeline-Beteiligung an Hy24 verkauft

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 05:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Uniper veräußert seine OPAL-Beteiligung an Hy24 und entwickelt parallel Wasserstoffprojekte sowie Pläne für neue Gaskraftwerke weiter.

Uniper verkauft OPAL-Anteil und treibt Wasserstoffpläne voran
Moderne industrielle Pipeline in einer sonnendurchfluteten Landschaft als Symbol für Energieinfrastruktur und Investitionen. Illustration mit AI erstellt.

Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper treibt die Erfüllung der europäischen Auflagen aus seiner Verstaatlichung voran. Am Montag unterzeichnete das Unternehmen den Vertrag über die Veräußerung seiner 20-prozentigen Beteiligung an der OPAL-Gaspipeline. Als Käufer tritt der spezialisierte Wasserstoffinvestor Hy24 auf.

Die Transaktion betrifft einen zentralen Transportkorridor der mitteleuropäischen Gasinfrastruktur. Mit der Abgabe der Beteiligung vollzieht Uniper eine weitere Bedingung, die von der Europäischen Kommission im Zuge des staatlichen Rettungspakets festgelegt worden war.

Brüsseler Vorgaben bestimmen den Zeitplan

Die Trennung von Vermögenswerten ist eng mit dem künftigen Eigentümerprofil des Energiekonzerns verknüpft. Im Mai berichtete das Handelsblatt über den Start des Reprivatisierungsprozesses. Bis Ende 2028 muss der Bund seine Beteiligung, die nach der Krise auf 99 Prozent angewachsen war, gemäß den Vorgaben aus Brüssel auf maximal 25 Prozent plus eine Aktie reduzieren.

Für diesen Rückzug prüft das Bundesfinanzministerium verschiedene Optionen. Zur Debatte stehen sowohl die Platzierung bei langfristig orientierten Investoren als auch ein erneuter Börsengang oder eine Kombination beider Wege. Die schrittweise Erfüllung der Beihilfeauflagen gilt dabei als wichtige Voraussetzung für die künftige Platzierungsfähigkeit des Konzerns.

Ausbau der Wasserstoffprojekte

Parallel zu den vorgeschriebenen Verkäufen forciert der Konzern die eigene Transformation. Für das geplante Wasserstoff-Importterminal in Wilhelmshaven schloss das Tochterunternehmen Uniper Hydrogen im September die Markterkundungsphase erfolgreich ab. Nach Angaben des Unternehmens liegen genügend Kapazitätsreservierungen vor, um das Infrastrukturprojekt in die nächste Entwicklungsstufe zu überführen.

Zugleich bereitet sich der Konzern auf die anstehenden deutschen Kapazitätsauktionen vor. Geplant sind Gebote für wasserstofffähige Gaskraftwerke mit einer Leistung von 1,7 Gigawatt an den Standorten Scholven und Staudinger. Zudem wurden über zehn Kraftwerksstandorte mit geeigneten Voraussetzungen für die Ansiedlung von Rechenzentren identifiziert.

Unterstützt wird dieser Umbau durch eine solide operative Entwicklung. Nach der Anhebung der Jahresprognose vor rund einem Monat, seither legte der Titel um 4,7 Prozent zu, beläuft sich der Zuwachs der Aktie seit Jahresanfang auf 49 Prozent. Am gestrigen Dienstag schloss das Papier bei 48,65 Euro.

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