UPM-Kymmene: China genehmigt Sappi-Joint-Venture
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 12:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der finnische Forstindustriekonzern UPM-Kymmene hat für sein geplantes Joint Venture im Bereich grafische Papiere eine wichtige Hürde genommen. Während das Vorhaben in Europa auf regulatorischen Widerstand stößt, gaben die Behörden in Fernost nun grünes Licht für die Zusammenarbeit mit dem Partner Sappi.
Parallel dazu treibt das Unternehmen die strategische Neuausrichtung durch die Abspaltung seiner Sperrholzsparte voran, für die nun der detaillierte Zeitplan steht.
Gegensätzliche Signale aus den Regulierungsbehörden
Wie der Branchendienst MLex gestern berichtete, hat die chinesische Staatsverwaltung für Marktregulierung (SAMR) das geplante Joint Venture zwischen UPM-Kymmene und Sappi im Segment der grafischen Papiere bedingungslos genehmigt. Die Entscheidung fiel bereits in der ersten Augustwoche. Damit erhält das Projekt eine wichtige Freigabe in einem der bedeutendsten globalen Märkte.
Die Entscheidung aus China steht im Kontrast zur Lage in Europa. Medienberichten von Anfang August zufolge bewegen sich die Regulierungsbehörden der Europäischen Union derzeit darauf zu, das Vorhaben aufgrund von Wettbewerbsbedenken zu blockieren.
Das Gemeinschaftsunternehmen soll wesentliche Teile der Produktion bündeln, was in Brüssel offenbar kritisch beurteilt wird. Eine endgültige Entscheidung auf europäischer Ebene steht noch aus, doch die nun vorliegende Genehmigung aus China erhöht die Komplexität des globalen Genehmigungsverfahrens.
Fahrplan für die Abspaltung der WISA Group steht
Neben den Fusionsplänen macht UPM-Kymmene wesentliche Fortschritte bei der geplanten Teilaufspaltung. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, hat die finnische Finanzaufsicht den Nachtrag zum Börsenprospekt der künftigen WISA Group Plc genehmigt. In diese neue Gesellschaft sollen sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Geschäftsbereichs Sperrholz überführt werden.
Der Zeitplan für diesen Prozess ist eng getaktet: UPM-Kymmene plant eine außerordentliche Hauptversammlung für den 31. August, um die Zustimmung der Aktionäre einzuholen. Die rechtliche Vollendung der Abspaltung ist für den 31. Oktober vorgesehen.
Läuft alles nach Plan, wird der Handel mit den Aktien der WISA Group an der Börse in Helsinki am 2. November beginnen. Ziel dieser Maßnahme ist es, das spezialisierte Sperrholzgeschäft eigenständig am Kapitalmarkt zu positionieren und die Konzernstruktur von UPM-Kymmene zu verschlanken.
Analysten dämpfen Gewinnerwartungen
Trotz der operativen Fortschritte zeigen sich Marktbeobachter mit Blick auf die kurzfristige Ertragslage vorsichtiger. Die Analysten von Barclays haben die Aktie am 10. August von „Equal Weight“ auf „Underweight“ herabgestuft und das Kursziel von 24 auf 21 Euro gesenkt. Zur Begründung verwiesen die Experten auf die Gewindynamik, die hinter dem Marktkonsens zurückbleiben könnte.
Barclays prognostiziert für das laufende Jahr 2026 einen vergleichbaren operativen Gewinn von 1,05 Milliarden Euro. Für das Jahr 2027 erwarten die Analysten zwar eine Steigerung auf 1,25 Milliarden Euro, bleiben damit jedoch weiterhin unter den durchschnittlichen Erwartungen des Marktes. Am Aktienmarkt spiegelte sich die zurückhaltende Stimmung zuletzt in einer schwächeren Kursentwicklung wider.
Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier einen Rückgang von 7,8 Prozent. Am heutigen Mittwoch notiert der Wert bei 22,90 Euro, was einem moderaten Zuwachs von 0,4 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Das Unternehmen kommt damit aktuell auf eine Marktkapitalisierung von 12,13 Milliarden Euro.
Upm-Kymmene-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Upm-Kymmene-Analyse vom 19. August liefert die Antwort:
Die neusten Upm-Kymmene-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Upm-Kymmene-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Upm-Kymmene: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
