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VanEck Seltene Erden ETF: 52-Wochen-Tief 9,41 Euro nur 2,1% entfernt

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 14:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Fonds verlor seit Jahresbeginn 23 Prozent; EU-Vorhaben und Chinas Exportzahlen ändern die schwache Jahresbilanz bislang nicht.
Nahaufnahme von rauen, industriellen Seltene-Erden-Mineralproben auf einer dunklen Werkbank bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Der VanEck Seltene Erden ETF (ISIN IE0002PG6CA6) bleibt unter Druck, während die Europäische Union ihre Lieferketten-Strategie jenseits Chinas ausbaut. Reuters berichtete am Mittwoch unter Berufung auf interne EU-Dokumente, dass Brüssel engere Beziehungen zu Vietnam im Bereich kritischer Rohstoffe anstrebt. Die Papiere sehen Unterstützung für Bergbau und Verarbeitung vor, darunter Kredite, Zuschüsse und Exportkreditversicherungen.

Die Initiative reiht sich in eine Serie europäischer Schritte zur Diversifizierung ein. Die EU hatte bereits am Mittwoch vier Projekte zu Seltenen Erden in ihre strategische Projektliste für 2026 aufgenommen, zwei Recycling-Vorhaben, ein Raffinerie- und ein Bergbauprojekt.

Für Anleger im Fonds bedeutet das: Die politische Antwort auf Chinas Dominanz nimmt an mehreren Fronten Gestalt an, auch wenn Umsetzung und Wirkung auf die Marktpreise noch offen bleiben.

Chinesische Exporte erholen sich, bleiben aber schwach

Parallel dazu zeigen chinesische Zollzahlen eine leichte Entspannung. Die Ausfuhren Seltener Erden stiegen im September laut Reuters um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4.269,8 Tonnen, fielen jedoch gegenüber August um 9,8 Prozent.

Über die ersten neun Monate des Jahres summierten sich die Exporte auf 43.711 Tonnen, ein Rückgang von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Erholung im Monatsvergleich deutet auf wieder anziehende Nachfrage im Ausland hin, ändert aber nichts an der insgesamt schwächeren Jahresbilanz.

Für den Fonds bleibt diese Gemengelage schwer greifbar: Keine der Meldungen wurde als unmittelbarer Auslöser der jüngsten Kursschwäche benannt. Die zuletzt diskutierte vorläufige Handelsverständigung zwischen EU und China zur Stabilisierung der Lieferketten stammt bereits vom 9. Oktober und ist als Aufhänger verbraucht.

Kurs markiert neues Tief

Der ETF schloss am Freitag bei 9,61 Euro, ein Minus von 1,1 Prozent auf Tagesbasis. Über sieben Handelstage summiert sich der Rückgang auf 10 Prozent, über 30 Tage auf 17 Prozent.

Seit Jahresbeginn steht ein Verlust von 23 Prozent zu Buche. Damit notiert das Papier nur noch 2,1 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 9,41 Euro, erreicht am 15. Oktober, während der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 18,76 Euro vom 11. Mai 49 Prozent beträgt.

Auslöser der jüngsten Schwäche war laut Berichten der Nachrichtenagentur AP ein breiter, technologiegetriebener Ausverkauf an den US-Börsen am Freitag, befeuert von Sorgen um Inflation und schuldenfinanzierte Investitionen im KI-Sektor.

Ein spezifischer Treiber für Seltene-Erden-Werte oder den Fonds selbst ließ sich daraus nicht ableiten. Auch bei Einzelwerten wie USA Rare Earth, United States Antimony und MP Materials wurden in der ersten Oktoberhälfte Kursverluste ohne bestätigten Gewinn-, Finanzierungs- oder Preiskatalysator gemeldet.

Einzelmeldungen ohne direkten Fondsbezug

Abseits der Makro-Themen bewegten sich einzelne Branchenwerte eigenständig. NioCorp Developments vereinbarte am Donnerstag mit Traxys North America den Verkauf von 50 Prozent der geplanten Ferroniob-Produktion sowie der gesamten übrigen geplanten Produktion aus dem Elk-Creek-Projekt für die ersten 15 Betriebsjahre. Dies betrifft das Einzelunternehmen, nicht den Fonds direkt, zeigt aber, dass auf Unternehmensebene weiterhin Liefervereinbarungen abgeschlossen werden, während der breite Sektor unter Verkaufsdruck steht.

Für den VanEck Seltene Erden ETF selbst liegt weiterhin keine Emittenten-Mitteilung, keine Indexänderung und kein fondsspezifischer Mittelzufluss- oder -abflussbericht vor. Die thesaurierende Anteilsklasse schüttet nichts aus, ein Ausschüttungstermin existiert für sie nicht. Anleger bleiben damit auf die allgemeine Marktstimmung und die politische Entwicklung bei Handelsabkommen und Lieferkettendiversifizierung verwiesen.

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