Virgin Galactic Aktie: Delta-Start auf Februar 2027 verschoben
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 04:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Raumfahrtkonzern Virgin Galactic passt seinen Zeitplan fĂŒr die Inbetriebnahme der neuen Delta-Raumflugzeuge an. Der Beginn des kommerziellen Flugbetriebs fĂŒr die nĂ€chste Generation der TrĂ€gersysteme wird nun fĂŒr Februar 2027 angestrebt, nachdem zuvor ein Start im vierten Quartal 2026 anvisiert worden war.
Ein zweites Fahrzeug der Delta-Klasse soll unmittelbar darauf im MĂ€rz 2027 folgen. Trotz der Verzögerung treibt das Unternehmen die Vorbereitungen voran und lĂ€sst derzeit die Ăffentlichkeit ĂŒber die Namensgebung der neuen Flotte abstimmen.
Testphase und Namensgebung im Fokus
Die VerlĂ€ngerung des Zeitplans geht mit einer intensiven Testphase einher. Medienberichten zufolge sollen bereits im Oktober erste Flugtests der Delta-Klasse beginnen. FĂŒr das dritte Quartal 2026 sind zunĂ€chst Gleitversuche geplant, gefolgt von raketengetriebenen TestflĂŒgen im vierten Quartal des laufenden Jahres.
WĂ€hrend die neue Flotte in der Entwicklung ist, nutzt das Unternehmen das bereits 2024 aus dem kommerziellen Dienst verabschiedete Raumschiff VSS Unity weiterhin fĂŒr Pilotenausbildungen und vorbereitende GleitflĂŒge.
Parallel dazu hat Virgin Galactic die Abstimmung ĂŒber den Namen des zweiten Delta-Raumflugzeugs bis zum 3. September verlĂ€ngert. Zur Auswahl stehen die Finalisten Horizon, Explorer, Ascend und Apeiron.
Die Entscheidung ĂŒber den Namen markiert einen weiteren Schritt beim Aufbau der Flotte, die kĂŒnftig vom Spaceport America in New Mexico abheben wird. Auch europĂ€ische Standorte wie Grottaglie in Italien bleiben als potenzielle kĂŒnftige StartplĂ€tze im GesprĂ€ch.
Wirtschaftlichkeit der Delta-Klasse
Das Management setzt hohe Erwartungen in die ProfitabilitĂ€t der neuen Raumschiff-Generation. Ein Fahrzeug der Delta-Klasse ist darauf ausgelegt, bis zu zwei FlĂŒge pro Woche zu absolvieren und dabei jeweils sechs Passagiere zu befördern.
Bei geschÀtzten Produktionskosten von rund 60 Millionen US-Dollar pro Schiff kalkuliert Virgin Galactic mit einer Lebenszeit-Marge von etwa 1,4 Milliarden US-Dollar pro Einheit, basierend auf einer Einsatzdauer von mehr als 500 Missionen.
Die Preisgestaltung fĂŒr die begehrten PlĂ€tze im All zieht unterdessen an. Aktuell liegt der Preis pro Sitzplatz bei 750.000 US-Dollar, wobei fĂŒr den kommenden Herbst bereits eine weitere Preiserhöhung angekĂŒndigt ist. Berichten zufolge wurden zuletzt ĂŒber 50 Tickets zu einem Preis von umgerechnet etwa 650.000 Euro verĂ€uĂert, was das anhaltende Interesse zahlungskrĂ€ftiger Kunden unterstreicht.
Marktreaktion und charttechnische Einordnung
An der Börse spiegelte sich die Nachrichtenlage am Freitag in einem volatilen Handel wider. Die Aktie von Virgin Galactic beendete die Woche bei 2,94 USD. Damit notiert das Papier derzeit etwa 3,9 % ĂŒber seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 2,83 USD.
Trotz der leichten Erholungstendenzen im vergangenen Monat bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 8,90 USD mit einem Minus von 67 % betrĂ€chtlich. Anleger beobachten nun kritisch, ob die verschobenen Termine die langfristige Vision einer profitablen "Spaceline" gefĂ€hrden oder ob die operativen Fortschritte bei den anstehenden TestflĂŒgen im Oktober das Vertrauen stĂ€rken können.
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