Vivendi, Aktie

Vivendi Aktie: J.P. Morgan reduziert Beteiligung

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 18:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
J.P. Morgan hat seinen Vivendi-Anteil unter fünf Prozent gesenkt; die Umsatzzahlen für das dritte Quartal erscheinen am 20. Oktober.
Vivendi SE (FR0000127771) hat ihren Hauptsitz in Paris; das Aquarell zeigt die Seine bei Sonnenuntergang Illustration mit AI erstellt.

Quartalsbericht wirft seine Schatten voraus

Der französische Medienkonzern Vivendi steuert auf eine wegweisende Handelswoche zu. Am morgigen Dienstag, den 20. Oktober, wird das Unternehmen nach Börsenschluss seine Umsatzzahlen für das dritte Quartal 2026 veröffentlichen. Am Markt wird die Veröffentlichung mit Spannung erwartet, da der Titel nach einer längeren Durststrecke um eine Bodenbildung kämpft.

Zuletzt zeigte die Aktie Anzeichen einer technischen Gegenbewegung, nachdem sie Ende September auf ein Fünfjahrestief gefallen war. Medienberichten zufolge fehlte dem jüngsten Kursanstieg bis an die Marke von 1,56 Euro jedoch ein unternehmensspezifischer Auslöser.

Aktuell notiert das Papier bei 1,56 Euro und liegt damit 11 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 1,40 Euro. Ob sich die Erholung fortsetzen kann, dürften die anstehenden Geschäftszahlen entscheiden.

US-Großbank reduziert Anteil

Auf Ebene der Aktionärsstruktur gibt es unterdessen Bewegung. Wie am Freitag aus Veröffentlichungen zu Stimmrechtsmeldungen hervorging, hat J.P. Morgan Chase & Co. seine Beteiligung an Vivendi zurückgefahren. Die US-Bank unterschritt bereits zum Stichtag 28. September die meldepflichtige Schwelle von fünf Prozent des Kapitals und der Stimmrechte.

Laut der Meldung hielt das Institut nach Verkäufen über den Markt zuletzt noch 46.128.587 Aktien des Medienunternehmens. Dies entspricht einem Anteil von 4,62 Prozent am Grundkapital sowie 4,48 Prozent der Stimmrechte. Der Verkauf erfolgte demnach über reguläre Markttransaktionen und trug zum veränderten Gewicht der institutionellen Anleger im Aktionariat bei.

Juristisches Nachspiel bei Minderheitsbeteiligung

Zusätzlich zu den anstehenden Finanzdaten sorgt eine Randbeteiligung für Aufmerksamkeit. Am kommenden Mittwoch, den 21. Oktober, steht die Pariser Kommunikationsagentur Progressif Media vor Gericht. Gegenstand des Verfahrens in der französischen Hauptstadt sind Vorwürfe, die Agentur habe sich unrechtmäßig für die Organisation Reporter ohne Grenzen ausgegeben.

Vivendi hält an Progressif Media eine Beteiligung von 14 Prozent. Der Konzern betonte vorab, zu keinem Zeitpunkt Kenntnis von rechtswidrigen oder unlauteren Praktiken der Agentur gehabt zu haben. Ob das Verfahren finanzielle oder reputationsbezogene Auswirkungen nach sich zieht, wird sich nach der Verhandlung zeigen. Für Marktteilnehmer stehen in den kommenden Tagen jedoch vor allem die Umsatzzahlen im Zentrum.

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