Volkswagen, Aktie

Volkswagen Aktie: Restrukturierung kostet 16 Milliarden

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 07:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Volkswagen rechnet 2026 nur noch mit bis zu einem Prozent operativer Marge. Porsche-Abschreibungen und Umbaukosten belasten den Konzern.

Elektro-Kompaktwagen an Ladestation auf Industriegelände bei Dämmerung
Volkswagen AG Vz (DE0007664039) – Generischer Elektro-Kompaktwagen lädt zur blauen Stunde auf Werksgelände Illustration mit AI erstellt.

Volkswagen zieht nach dem jüngsten Gewinneinbruch die Zügel an.

Wegen Einmalkosten von rund 10 Milliarden Euro, die überwiegend die Tochter Porsche betreffen, erwartet das Management für das Gesamtjahr 2026 nur noch eine operative Umsatzrendite von höchstens 1 Prozent nach zuvor 4,0 bis 5,5 Prozent.

Milliardenaufwand für die Neuausrichtung

Laut Reuters entfallen rund 6 Milliarden Euro der jüngsten Wertminderungen auf die revidierte Prognose bei Porsche. Der gesamte Umbau verlangt den Wolfsburgern erhebliche finanzielle Mittel ab. Wie die Nachrichtenagentur am 10. September unter Berufung auf eine informierte Person berichtete, veranschlagt Volkswagen die Gesamtkosten für den Stellenabbau und mögliche Werksschließungen aus dem Restrukturierungspakt auf rund 16 Milliarden Euro.

Die Einschnitte treffen auf geschlossenen Widerstand der Gewerkschaften und der Belegschaft. Während die Unternehmensführung auf eine rasche Sanierung drängt, um die Ertragskraft der Kernmarken zu sichern, fordern die Arbeitnehmervertreter den Erhalt der bestehenden Standorte. Der Konflikt zwischen Management und Belegschaft droht sich in den kommenden Wochen weiter zuzuspitzen.

Operative Belastungen und Standortverkauf

Parallel zu den internen Sparrunden sieht sich der Konzern mit operativen Herausforderungen konfrontiert. Ursache ist ein korrosionsgefährdeter Befestigungsbolzen an der Lenksäule, dessen Versagen die Lenkkontrolle beeinträchtigen kann.

Bereits am 7. September traf Volkswagen zudem eine vorläufige Vereinbarung zum Verkauf des Werks Osnabrück an Aurelius Capital und das Land Niedersachsen, um den Standort künftig auf Rüstungsproduktion umzustellen.

Verhaltene Reaktion am Aktienmarkt

An der Börse dominieren nach der Gewinnwarnung die Sorgen um die künftige Marge. Im gestrigen Handel verbuchte das Papier ein Minus von 1,4 Prozent und beendete den Tag bei 75,20 Euro. Damit setzt sich der übergeordnete Abwärtstrend fort: Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Wertverlust von 28 Prozent.

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