Waberers, Aktie

Waberers Aktie: Q2-Umsatz auf 227 Millionen gestiegen

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 14:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Waberer’s steigert den Quartalsumsatz um 11,8 Prozent, erweitert seine serbische Tochter und weist Vorwürfe zu MFB-Finanzierungen zurück.

Waberer’s wächst im zweiten Quartal und baut Serbien-Geschäft aus
Ein moderner Lastwagen auf einer Autobahn bei Sonnenuntergang als Symbol fĂĽr Logistik und Transport. Illustration mit AI erstellt.

Die ungarische Logistikgruppe Waberer’s treibt ihre Wachstumsstrategie in Südosteuropa weiter voran. Während das Unternehmen operativ von steigenden Umsätzen im zweiten Quartal berichtet und seine Kapazitäten in Serbien ausbaut, steht es gleichzeitig im Fokus behördlicher Untersuchungen bezüglich früherer Finanzierungsmaßnahmen.

Logistikausbau in zwei Etappen

Im Zentrum der regionalen Expansionspläne steht die serbische Tochtergesellschaft MD International (MDI). Dieser Schritt soll die Präsenz auf dem serbischen Markt festigen und die operative Schlagkraft in der Region erhöhen.

Details zum exakten Umfang der neuen Lager- oder Transportkapazitäten wurden im Zuge der ersten Ankündigung noch nicht vollständig öffentlich gemacht, doch unterstreicht das Vorhaben den Fokus auf eine verstärkte Internationalisierung des Geschäftsmodells.

Parallel zu den Ausbauplänen präsentierte der Vorstandsvorsitzende Zsolt Barna jüngst positive Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahresviertel. Der konsolidierte Quartalsumsatz stieg im zweiten Quartal 2026 auf 227 Millionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Rechtliche Auseinandersetzungen um Staatsfinanzierung

Überschattet wurde die operative Entwicklung zuletzt von einer Anzeige des ungarischen Wirtschafts- und Energieministeriums. Die Behörde leitete am 7. September rechtliche Schritte gegen unbekannte Täter ein. Es besteht der Verdacht auf Untreue und Amtsmissbrauch im Zusammenhang mit Finanzierungen durch die staatliche Magyar Fejlesztési Bank (MFB).

Berichten zufolge geht es um Zeichnungen von Waberer’s-Anleihen durch die staatliche Entwicklungsbank in Höhe von 111 Millionen Euro im Jahr 2022 sowie weiteren 100 Millionen Euro im laufenden Jahr.

Waberer’s wies die Vorwürfe umgehend zurück und betonte die Rechtmäßigkeit der Vorgänge. Das Unternehmen stellte klar, dass es sich bei den Mitteln nicht um staatliche Subventionen gehandelt habe, sondern um ordnungsgemäß strukturierte Anleihemissionen und Mittelaufnahmen.

Aktie zeigt Erholungstendenzen

Am heutigen Freitag zeigt sich der Wert an der Börse jedoch wieder gefestigt. Die Aktie von Waberer’s notiert aktuell bei 12,00 Euro, was einem Anstieg von 4,8 Prozent entspricht. Trotz dieser kurzfristigen Erholung spiegelt der Kurs noch immer die Verunsicherung durch die laufenden Untersuchungen wider.

Anleger beobachten nun, ob die operativen Fortschritte in Serbien und die stabilen Quartalszahlen die rechtlichen Unsicherheiten langfristig ausgleichen können.

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