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Warner Bros. Discovery (A) Aktie: Bonta sagt Termin ab

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 16:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Schlichtungstermin zur geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery ist geplatzt. Kalifornien wirft Paramount Vertrauensbruch vor, während zwölf Bundesstaaten die Fusion juristisch bekämpfen.

Warner Bros. Discovery: Fusionsgespräche mit Kalifornien scheitern vorerst
Abstrakte Darstellung einer angespannten Medien-Unternehmensatmosphäre mit gedimmtem Licht und moderner Büroarchitektur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der geplante Schlichtungsversuch zwischen Kalifornien und Paramount Skydance ist geplatzt, bevor er richtig begonnen hatte. Generalstaatsanwalt Rob Bonta strich ein für Montag angesetztes Treffen zur milliardenschweren Übernahme von Warner Bros. Discovery kurzfristig aus dem Kalender. Der Grund: gegenseitiges Misstrauen zwischen den Parteien, nur wenige Tage nach dem ersten Kontakt.

Bonta wirft Paramount vor, Details eines vorangegangenen Gesprächs am Freitag an die Öffentlichkeit durchgestochen und dabei verzerrt dargestellt zu haben. "Paramount hat nicht nur den angeblichen Inhalt der Gespräche geleakt, sondern diese auch falsch dargestellt", erklärte Bonta. Erst wenn das Unternehmen "aufhört, Spiele zu spielen", sei sein Büro wieder gesprächsbereit. Paramount äußerte sich bislang nicht dazu.

Zwölf Bundesstaaten klagen gegen die Fusion

Kalifornien ist nicht allein. Insgesamt zwölf US-Bundesstaaten, darunter New York, Arizona und Minnesota, wollen die rund 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery per Klage stoppen. Die Vorwürfe: Die Fusion würde den Wettbewerb bei Kino-Verleih und Kabelfernsehen schwächen, Kinos und TV-Vertriebspartner schädigen sowie Preise für Verbraucher erhöhen.

Dass es überhaupt zu Gesprächen kam, galt zuvor als möglicher Fortschritt. Paramount hatte zeitweise gedroht, sich aus Kalifornien zurückzuziehen, während Gouverneur Gavin Newsom Signale für eine gütliche Einigung sendete.

Vor dem geplatzten Termin war bereits durchgesickert, dass Bonta von Paramount weitreichende Zugeständnisse verlangen könnte: den Verkauf einzelner Kabelkanäle sowie die Zusage, das Filmstudio organisatorisch getrennt von Warner Bros. zu führen.

Ob und wann neue Gespräche zustande kommen, ist offen. Für Warner Bros. Discovery bedeutet die aktuelle Eskalation vor allem eines: Der juristische Widerstand gegen die Übernahme bleibt bestehen, und ein schneller Ausweg über eine Verhandlungslösung mit Kalifornien rückt vorerst in weitere Ferne.

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