Wayfair, Aktie

Wayfair Aktie: StÀrkster Cashflow seit 2020

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 14:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Wayfair erzielt im zweiten Quartal den höchsten freien Cashflow seit 2020. Das US-GeschÀft wÀchst krÀftig, wÀhrend die Spezialmarken deutlich zulegen.

Wayfair ĂŒberrascht mit bestem Cashflow seit 2020 und starkem US-Wachstum
Modernes, minimalistisches Wohninterieur in warmem Licht, das StabilitĂ€t und finanzielles Wachstum symbolisiert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

301 Millionen Dollar freier Cashflow – diesen Wert hat Wayfair seit dem Pandemiejahr 2020 nicht mehr erreicht. Der Online-MöbelhĂ€ndler legte am Dienstag Zahlen zum zweiten Quartal vor, die auf breiter Front ĂŒber den Erwartungen lagen. Besonders das US-GeschĂ€ft ĂŒberraschte mit dem stĂ€rksten Wachstum seit sechs Jahren.

Umsatzplus schlÀgt Erwartungen

Der Konzernumsatz stieg im zweiten Quartal um 7,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Treiber war vor allem der Heimatmarkt: In den USA kletterten die Erlöse um 8,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar – die höchste Wachstumsrate seit 2020. International blieb das Bild gedĂ€mpft, die Erlöse sanken dort leicht um 1,3 Prozent.

Unterm Strich blieb ein Nettoverlust von einer Million Dollar, nach einem Gewinn von 15 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Bereinigt um Sondereffekte wie aktienbasierte VergĂŒtung verdiente Wayfair jedoch 0,95 Dollar je Aktie. Das bereinigte EBITDA erreichte 242 Millionen Dollar und ĂŒbertraf die AnalystenschĂ€tzung von 230 Millionen Dollar.

Perigold und Spezialmarken als Wachstumstreiber

Besonders auffĂ€llig entwickelten sich die Nischenmarken des Konzerns. Die Spezialmarken wuchsen im Quartal um knapp 20 Prozent, die Luxusmarke Perigold sogar um mehr als 35 Prozent. Finanzchefin Kate Gulliver fĂŒhrte den Erfolg auf Marktanteilsgewinne gegenĂŒber stationĂ€ren Wettbewerbern zurĂŒck – der Immobilienmarkt selbst bleibe schwach, Kunden wĂŒrden aber zunehmend zu Wayfair wechseln, weil sie dort mehr Wert fĂŒrs Geld erwarten.

Auch bei den operativen Kennzahlen ĂŒbertraf Wayfair die Prognosen: Die Zahl der aktiven Kunden stieg auf 21,7 Millionen, mehr als die erwarteten 21,5 Millionen. Die ausgelieferten Bestellungen kletterten auf 10,6 Millionen und lagen ebenfalls ĂŒber der SchĂ€tzung von 10,3 Millionen. Ein Wermutstropfen blieb der durchschnittliche Bestellwert: Mit 332 Dollar fiel er unter die von Analysten erwartete Marke von 337,57 Dollar.

CEO Niraj Shah sprach von einem Quartal des "Share Capture" und stellte fĂŒr die kommenden Perioden eine weitere Beschleunigung des Wachstums in Aussicht, gestĂŒtzt auf mehrere laufende Initiativen im Kern- wie im Luxussegment.

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