Wayfair, Aktie

Wayfair Aktie: Wachstum ohne Rabattschlacht

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 14:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere US-UmsÀtze und mehr Bestellungen begleiten Wayfairs Wechsel zu 62 Millionen Dollar Nettogewinn.
Modernes, hochwertiges Wohninterieur als Symbol fĂŒr nachhaltiges Wachstum und QualitĂ€t im Möbelhandel. Illustration mit AI erstellt.

Wayfair meldet das stÀrkste Wachstumsquartal seit der Pandemie. Der MöbelhÀndler wÀchst in den USA zweistellig, obwohl der Markt kaum zulegt. Und diesmal kommt das Plus auch beim Gewinn an.

Marktanteile in einem flauen Umfeld

Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 9,7 Prozent auf 3,42 Milliarden Dollar. Das US-GeschÀft legte um 11,4 Prozent zu, getragen von 12,2 Prozent mehr gelieferten Bestellungen. Die Zahl der aktiven Kunden wuchs um 4,7 Prozent auf 22,2 Millionen.

Die Kategorie selbst bewegt sich nach Angaben von Finanzchefin Kate Gulliver ungefĂ€hr seitwĂ€rts. Wayfair gewinne also Marktanteile, so ihr Fazit. Als Treiber nennt sie Kundenbindung, neue Filialen, das Luxussegment und den Fokus auf gĂŒnstige Preise. Die Rabattaktionen liegen laut Gulliver auf Vorjahresniveau. Das gilt auch fĂŒr die Weihnachtssaison.

SchwÀcher lÀuft das internationale GeschÀft. Der Umsatz sank um 2,3 Prozent auf 380 Millionen Dollar, wÀhrungsbereinigt um 1,8 Prozent. Das Segment schrieb zudem einen bereinigten EBITDA-Verlust von 25 Millionen Dollar.

Gewinn dreht ins Plus

Unter dem Strich steht ein Nettogewinn von 62 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 99 Millionen Dollar vor einem Jahr. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,45 Dollar. Bereinigt waren es 0,93 Dollar nach 0,70 Dollar.

Die bereinigte EBITDA-Marge kletterte auf 6,9 Prozent, das ist laut MitgrĂŒnder und CEO Niraj Shah das beste dritte Quartal seit 2020. Der operative Cashflow betrug 198 Millionen Dollar, der freie Cashflow 136 Millionen Dollar.

Ein Wermutstropfen: Der durchschnittliche Bestellwert sank auf 311 Dollar nach 317 Dollar im Vorjahr. Wayfair wĂ€chst also ĂŒber Menge, nicht ĂŒber grĂ¶ĂŸere Warenkörbe. Die Bruttomarge gab leicht auf 29,6 Prozent nach.

Bilanz bleibt Baustelle

Die LiquiditĂ€t betrĂ€gt 1,5 Milliarden Dollar inklusive Kreditlinie. Die langfristigen Schulden sanken seit Jahresende von 3,2 auf 2,6 Milliarden Dollar, nachdem das Unternehmen Anleihen zurĂŒckgekauft und beglichen hatte. Das Eigenkapital bleibt dennoch negativ. Der Zinsaufwand lag mit 42 Millionen Dollar im Quartal ĂŒber dem Vorjahreswert.

Shah spricht von strukturellen Marktanteilsgewinnen und sieht das Unternehmen "noch in den frĂŒhen Innings". Ob sich das im vierten Quartal bestĂ€tigt, zeigt sich mit dem WeihnachtsgeschĂ€ft, fĂŒr das Wayfair eine Ă€hnlich hohe AktionsintensitĂ€t wie 2025 plant.

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