Wienerberger, Aktie

Wienerberger Aktie: Marathon fällt auf 4,97 Prozent

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 02:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Marathon Asset Management senkt Beteiligung an Wienerberger auf 4,97 Prozent. Der Baustoffkonzern kämpft mit Kursverlusten und treibt seine Transformation voran.

Wienerberger: Marathon Asset Management reduziert Anteil unter Meldeschwelle
Moderne Glasfassade eines Bürogebäudes bei Sonnenaufgang, symbolisiert Stabilität und Wachstum in der Baubranche. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Londoner Vermögensverwalter Marathon Asset Management zieht sich bei Wienerberger teilweise zurück. Durch Verkäufe sank der Anteil des Investors knapp unter die wichtige Meldeschwelle von fünf Prozent. Für den österreichischen Baustoffkonzern markiert dies eine weitere Neujustierung im Aktionärskreis.

Anteil sinkt auf 4,97 Prozent

Laut offizieller Mitteilung hielt Marathon Asset Management am Stichtag 29. Juli nur noch 4,97 Prozent der Stimmrechte. Zuvor lag die Beteiligung über der Fünf-Prozent-Marke. Wienerberger bleibt damit eine reine Publikumsgesellschaft mit 100 Prozent Streubesitz.

Der Rückzug fällt in eine schwierige Phase. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 30 Prozent an Wert. Damit notiert das Papier etwa 35 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom August des Vorjahres.

Systemlösungen statt Ziegel

Der Konzern steckt mitten in einer Transformation. Der Vorstand forciert den Umbau vom klassischen Ziegelproduzenten zum Anbieter für die gesamte Gebäudehülle. Inzwischen stammen mehr als 60 Prozent der Erlöse aus den Bereichen Infrastruktur und Renovierung.

Diese Strategie soll die Abhängigkeit vom schwachen Wohnungsneubau dämpfen. Besonders in Nordamerika und Großbritannien belastete die Flaute zuletzt die Bilanz. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management ein operatives EBITDA von rund 700 Millionen Euro an.

In der kommenden Woche rücken die Fundamentaldaten wieder in den Mittelpunkt. Wienerberger legt am Mittwoch, den 12. August, den Bericht für das erste Halbjahr 2026 vor.

Anleger warten vor allem auf Signale zur Margen-Entwicklung. Nach einem witterungsbedingt schwachen Jahresstart muss der Konzern zeigen, ob die neuen Systemlösungen profitabel genug sind. Ein US-Vergleich über 52,4 Millionen Dollar wird das berichtete Ergebnis zwar belasten, das operative EBITDA bleibt davon jedoch unberührt.

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