Wynn Resorts Aktie: Las Vegas verzockt sich
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 10:38 Uhr | Redaktion boerse-global.deEin ungĂŒnstiger Spielverlauf in Las Vegas, ein Streik in Boston und ein schwĂ€cheres Macau: Wynn Resorts hat das dritte Quartal deutlich unter den Erwartungen abgeschlossen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,33 Dollar, Analysten hatten mit rund 0,72 Dollar gerechnet. Die Aktie schloss zuletzt bei 79,32 Dollar und damit 3,7 Prozent im Minus.
Hold-Pech und Streik drĂŒcken das Ergebnis
Der Umsatz sank um 7,9 Prozent auf 1,69 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieben 17,3 Millionen Dollar, nach 88,3 Millionen im Vorjahresquartal. Das bereinigte Property-EBITDAR fiel von 570 auf 464 Millionen Dollar.
GröĂter Bremsklotz war Las Vegas. Die Gewinnquote bei Tischspielen lag mit 18,9 Prozent klar unter dem erwarteten Korridor von 22 bis 26 Prozent. Das bereinigte EBITDAR der Sparte sank um knapp 22 Prozent. Hotelseitig lief es dagegen solide: Zimmerpreise und Erlös je verfĂŒgbarem Zimmer legten zu.
In Boston belastete ein Streik, der Anfang September begann. Der Umsatz des Encore Boston Harbor ging um gut acht Prozent zurĂŒck. Macau blieb mit 255 Millionen Dollar bereinigtem EBITDAR der wichtigste Gewinnbringer, lag aber unter dem Vorjahr. Das Management beschrieb den September als schwachen Monat.
CEO Craig Billings sprach dennoch von âstarker operativer Disziplinâ und gesunder Nachfrage in einem langsameren Marktumfeld.
Goldman senkt Ziel, AktionÀre erhalten Dividende
Goldman Sachs reagierte mit einer Kurszielsenkung auf 93 Dollar, bleibt aber bei âBuyâ. Das Haus verfehlte mit seiner SchĂ€tzung von 597 Millionen Dollar das tatsĂ€chliche EBITDAR deutlich, nahm die Prognosen fĂŒr Las Vegas und Macau zurĂŒck und verwies auf eine AbschwĂ€chung in Macau im Oktober.
Die KonzernschĂ€tzungen fĂŒr 2026 und 2027 sinken leicht auf 2,13 und 2,26 Milliarden Dollar. Zwölf Analysten haben ihre Gewinnerwartungen zuletzt nach unten angepasst.
Beim GroĂprojekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten sieht Goldman wenig Luft nach oben. Ein GroĂteil der Fantasie rund um Wynn Al Marjan Island sei im aktuellen Kurs bereits enthalten. Die Eröffnung ist fĂŒr September 2027 geplant. Im dritten Quartal steuerte Wynn weitere 62 Millionen Dollar zum Gemeinschaftsunternehmen bei, insgesamt sind es nun 1,12 Milliarden Dollar.
Die AktionĂ€re bekommen derweil ihren Anteil: Der Verwaltungsrat beschloss eine Dividende von 0,25 Dollar je Aktie, zahlbar am 30. November an alle AktionĂ€re, die am 16. November im Register stehen. Zudem kaufte Wynn im Quartal Aktien fĂŒr 58 Millionen Dollar zurĂŒck, zu durchschnittlich 92,61 Dollar. Das RĂŒckkaufvolumen liegt damit deutlich ĂŒber dem aktuellen Kurs. Es bleibt Spielraum von 268 Millionen Dollar im Programm.
Auf der Schuldenseite tauschte Wynn im September Anleihen ĂŒber 900 Millionen Dollar gegen neue Papiere mit 6,875 Prozent Zins und Laufzeit bis 2035. Die Gesamtverschuldung betrĂ€gt 10,73 Milliarden Dollar, dem stehen 1,64 Milliarden Dollar Barmittel gegenĂŒber. Am 16. November legt das Unternehmen zudem die Finanzdaten der Wynn Resorts Finance an AnleiheglĂ€ubiger offen.
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