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XCF Global Aktie: Neuer CFO, neue Erlösquelle

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 15:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wray Thorn übernimmt die Finanzleitung; jährlich könnten Clean-Fuel-Gutschriften 21 Millionen Dollar einbringen, sofern Reno voll ausgelastet ist.
Abstrakte Darstellung von strategischem Unternehmenswachstum und Finanzmanagement in einem modernen Büroambiente. Illustration mit AI erstellt.

XCF Global setzt innerhalb von zwei Tagen gleich mehrere Signale: Das Unternehmen besetzt die Finanzspitze neu, präsentiert seine Zukäufe als Technologieplattform und beziffert ein mögliches jährliches Erlöspotenzial aus Clean-Fuel-Gutschriften. Die Mitteilungen zeichnen das Bild eines Produzenten von Renewable Diesel und nachhaltigem Flugkraftstoff, der sich breiter aufstellen will.

Neue Finanzspitze

Wray Thorn wird President und Chief Financial Officer. Bisher leitete er den Finanzausschuss im Verwaltungsrat. Der Manager bringt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung im Investmentgeschäft mit, unter anderem als Chief Investment Officer für private Investments bei Two Sigma. Er gründete zudem Focus Impact Partners.

Harvey Schnitzer, bislang Interim-CFO, wechselt auf den Posten des Director of Integration. Er soll die wachsende Organisation zusammenführen. CEO Chris Cooper kündigte an, gemeinsam mit Thorn das Führungsteam weiter auszubauen. Das Unternehmen will durch Entwicklung, Lizenzen und Zukäufe zu einem globalen Anbieter alternativer Kraftstoffe werden.

Technologie und Rohstoffbasis

Nach den Zusammenschlüssen mit DevvStream und Southern Energy Renewables rückt XCF die Fähigkeiten von Southern in den Vordergrund. Das Unternehmen setzt auf regionale Abfall- und Biomasse-Rohstoffe wie landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Reststoffe. Ein geplanter Vergasungsweg soll daraus erneuerbares Methanol machen, das sich weiter zu Flugkraftstoff verarbeiten ließe.

Das erklärte Ziel ist Kostenparität mit fossilen Kraftstoffen, ohne dauerhafte Subvention. Im Zuge der angekündigten Fusion stellte der kombinierte Konzern bis 2030 einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Dollar in Aussicht. Das ist eine Projektion, keine Prognose für die kommenden Quartale.

21 Millionen Dollar aus Clean-Fuel-Programmen

Konkreter wird die heutige Mitteilung zu den Low-Carbon-Fuel-Standards einzelner US-Bundesstaaten. XCF schätzt den potenziellen Wert der Gutschriften auf 21 Millionen Dollar jährlich. Basis sind aktuelle Preise und die Annahme, dass die Anlage in Reno mit ihrer genehmigten Kapazität von bis zu 38 Millionen Gallonen pro Jahr voll ausgelastet läuft.

Aktive Programme gibt es in Kalifornien, Oregon, Washington, New Mexico und Hawaii. Sechs weitere Staaten, darunter Illinois, New York und New Jersey, wollen entsprechende Gesetze voranbringen. Die staatlichen Gutschriften kämen zu den bundesweiten Anreizen hinzu.

Die Rechnung hat einen Haken: Sie unterstellt Vollauslastung. Wie weit Reno davon entfernt ist, geht aus den Mitteilungen nicht hervor. Auch die Expansionsprojekte in Nevada, North Carolina und Florida stehen unter dem Vorbehalt von Machbarkeitsprüfungen, Finanzierung und behördlichen Genehmigungen.

Für die Aktie zählt damit vor allem, ob die neue Führung die Auslastung in Reno nachweisbar steigert. Erst dann würde sich das genannte Potenzial von 21 Millionen Dollar in tatsächlichen Erlösen niederschlagen.

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