XPeng, Aktie

XPeng Aktie: Verlust verdreifacht sich

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 18:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

XPengs Nettoverlust verdreifacht sich im zweiten Quartal trotz Umsatzwachstum. Die Aktie fällt vorbörslich, während die Robotik-Sparte 900 Millionen Dollar einsammelt.

XPeng Aktie: Quartalsverlust explodiert trotz Umsatzplus
Eine moderne Ladestation für Elektrofahrzeuge in einer düsteren, minimalistischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mehr Umsatz, mehr Verlust, weniger Vertrauen: XPeng hat am Montag Zahlen vorgelegt, die trotz kräftigem Wachstum gegenüber dem Vorquartal an der Börse nicht ankamen. Die Aktie gab vorbörslich rund 3,5 Prozent nach und näherte sich damit ihrem 52-Wochen-Tief.

Der chinesische Elektroautobauer setzte im zweiten Quartal 19,74 Milliarden Yuan um, acht Prozent mehr als vor einem Jahr. Analysten hatten mit 20,57 Milliarden Yuan gerechnet — die Lücke reichte, um die Stimmung zu kippen. Noch deutlicher fiel die Enttäuschung beim Ergebnis aus: Der Verlust je Aktie lag bei 1,29 Yuan, während der Markt nur mit einem Minus von 0,29 Yuan kalkuliert hatte.

Verlust wächst schneller als der Umsatz

Der Nettoverlust kletterte im Jahresvergleich von 480 Millionen auf 1,34 Milliarden Yuan — fast eine Verdreifachung. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 konnte XPeng das Minus zwar von 1,78 Milliarden Yuan reduzieren, das ändert aber wenig am grundsätzlichen Problem: Wachstum kostet weiterhin mehr, als es einbringt.

Die Bruttomarge verbesserte sich immerhin von 17,3 auf 20,7 Prozent. Die Fahrzeugmarge blieb dagegen bei 12,1 Prozent stehen, nach 14,3 Prozent im Vorjahr.

XPeng brachte 103.295 Fahrzeuge zu den Kunden — ein Plus von 64,8 Prozent gegenüber dem schwachen ersten Quartal, aber im Jahresvergleich nur eine Stagnation von 0,1 Prozent. Der chinesische Automarkt bleibt von einem intensiven Preiskampf geprägt, der auf die Margen drückt.

Robotik-Milliarde kann Zahlen nicht retten

Am selben Tag meldete XPeng, dass die Robotik-Sparte über 900 Millionen Dollar bei einer Bewertung von mehr als 6,3 Milliarden Dollar eingesammelt hat — angeführt von IDG Capital, mit Beteiligung von Tencent, Alibaba und Gaorong Ventures.

Das Unternehmen bezeichnete die Runde als die bislang größte Einzelfinanzierung im chinesischen Sektor für verkörperte KI. Firmenchef He Xiaopeng betonte die Fortschritte bei der Serienreife des humanoiden Roboters als Beleg für die langfristige Strategie.

Der Kapitalzufluss konnte den Kursdruck an diesem Tag jedoch nicht aufhalten. Die Enttäuschung über die Kernzahlen dominierte den Handel, zumal die Aktie bereits seit ihrem Juli-Hoch rund 14 Prozent verloren hatte.

Für das dritte Quartal stellt das Management 115.000 bis 121.000 Auslieferungen in Aussicht, ein Umsatz zwischen 21,7 und 23,4 Milliarden Yuan wird angepeilt. Das entspräche im besten Fall einem Wachstum von knapp 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr — ambitionierter Rahmen, der zeigt, dass XPeng auf eine Beschleunigung im zweiten Halbjahr setzt, ohne dass der Weg zur Profitabilität bislang erkennbar kürzer geworden wäre.

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