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Zura Bio: Guggenheim kürt Aktie zum Favoriten

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 12:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Guggenheim bestätigt Kaufempfehlung und 20-Dollar-Kursziel; die Phase-II-Ergebnisse zu Tibulizumab stehen im vierten Quartal an.

Guggenheim favorisiert Zura Bio vor wichtigen Phase-II-Studiendaten
Abstrakte Darstellung eines modernen Biotechnologie-Labors mit Fokus auf Innovation und wissenschaftlichen Fortschritt. Illustration mit AI erstellt.

Das Analysehaus Guggenheim hat Zura Bio zu seinem bevorzugten Wert im Biotechnologiesektor ernannt. Die Experten bekräftigten heute ihre Kaufempfehlung sowie das Kursziel von 20 US-Dollar. Im deutschen Handel kletterte der Anteilsschein heute um 9,7 Prozent auf 3,86 Euro. Anlass für die optimistische Haltung ist ein entscheidender klinischer Termin, der noch im laufenden vierten Quartal ansteht.

Spannung vor Phase-II-Ergebnissen

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen die 16-Wochen-Ergebnisse der Phase-II-Studie TibuSHIELD zur Behandlung von Hidradenitis suppurativa (HS), einer chronischen Hauterkrankung. Der Wirkstoffkandidat Tibulizumab greift mit IL-17A und BAFF zwei biologische Signalwege gleichzeitig an. Guggenheim misst diesem Ansatz erhebliche Marktchancen bei und rechnet im Erfolgsfall mit einem Spitzenumsatz von etwa 1,6 Milliarden US-Dollar für diese Indikation.

Für den Ausgang der Studie hat das Analysehaus konkrete Szenarien definiert. Der entscheidende Maßstab ist die sogenannte HiSCR75-Ansprechrate bereinigt um Placeboeffekte, die bei konkurrierenden Wirkstoffen bei 15 bis 20 Prozent liegt. Erreicht Tibulizumab eine Quote von über 20 Prozent, sieht Guggenheim den Aktienkurs in Richtung 15 US-Dollar steigen; die Wahrscheinlichkeit hierfür beziffert die Bank auf 25 Prozent.

Bei einem Wert im Bereich von 15 bis 20 Prozent erwartet das Haus eine Notierung zwischen 8 und 10 US-Dollar, wofür eine Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent veranschlagt wird.

Bleibt der statistische Nachweis dagegen aus oder treten unerwartete Nebenwirkungen auf, droht laut Guggenheim ein Rückfall auf 2,50 bis 3,00 US-Dollar. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Negativszenario liegt bei 35 Prozent.

Breite Unterstützung durch Analysten

Die Modellrechnung des Analysehauses stützt sich maßgeblich auf den Hauptkandidaten. Von dem ermittelten Bewertungsziel entfallen rechnerisch 12 US-Dollar je Aktie auf die Indikation Hidradenitis suppurativa, weitere 7 US-Dollar auf die Anwendung bei systemischer Sklerose und 1 US-Dollar auf die verbleibende Entwicklungspipeline. Die Studiendaten zur systemischen Sklerose werden im ersten Halbjahr 2027 erwartet, zudem ist eine Untersuchung bei Polymyalgia rheumatica geplant.

Guggenheim steht mit der positiven Grundhaltung an der Wall Street nicht allein da. Auch andere Häuser trauen dem Papier deutliches Potenzial zu: Wedbush stuft den Titel mit „Outperform“ ein und führt ein Kursziel von 22 US-Dollar.

Über sieben beobachtende Marktbeobachter hinweg liegt das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel derzeit bei 17,00 US-Dollar. Ob sich diese Erwartungen erfüllen, hängt nun primär an den anstehenden Studiendaten der kommenden Wochen.

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