Zymeworks, Aktie

Zymeworks Aktie: Eierstockkrebs-Daten überzeugen

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 08:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Frühe Studiendaten zeigen Wirkung bei unterschiedlichen Folatrezeptor-alpha-Werten; Zymeworks prüft Partneroptionen zur Finanzierung der Weiterentwicklung.
Moderne medizinische Laborumgebung als Symbol für Fortschritte in der Onkologie und Biotechnologie. Illustration mit AI erstellt.

Zymeworks hat neue Studiendaten zu seinem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat ZW191 vorgelegt, und sie fallen deutlich aus. Beim europäischen Krebskongress ESMO in Madrid zeigte der Kandidat bei stark vorbehandelten Patientinnen mit platinresistentem Eierstockkrebs hohe Ansprechraten. Parallel sucht das Unternehmen einen Partner, der die weitere Entwicklung finanziert.

Ansprechraten über alle Expressionsstufen

In die randomisierte Dosisoptimierung der Phase-1-Studie gingen 80 Patientinnen ein. Sie hatten im Median vier Therapielinien hinter sich, bei 45 Prozent waren es fünf oder mehr. Die Dosierungen lagen bei 6,4 und 9,6 Milligramm pro Kilogramm alle drei Wochen.

Bei Patientinnen mit hochgradig serösem Tumor lag die bestätigte Ansprechrate bei der niedrigeren Dosis bei 64,5 Prozent, bei der höheren bei 55,3 Prozent. Die Krankheitskontrollrate erreichte 100 beziehungsweise 92,1 Prozent.

Interessant ist die Wirkung unabhängig vom Zielmerkmal Folatrezeptor alpha. Bei hoher Expression lag die Ansprechrate bei 69,2 Prozent. Bei niedriger oder fehlender Expression waren es noch 55,0 Prozent. Das könnte den Kreis behandelbarer Patientinnen über die Gruppe hinaus erweitern, die für bereits zugelassene Therapien infrage kommt.

Die mediane Ansprechdauer war bei beiden Dosen zum Stichtag am 10. September noch nicht erreicht. Das progressionsfreie Überleben nach sechs Monaten lag in beiden Gruppen bei 61 Prozent.

Verträglichkeit spricht für die niedrigere Dosis

Die Sicherheitsdaten unterscheiden die Dosisstufen klar. Schwere behandlungsbedingte Nebenwirkungen vom Grad 3 oder höher traten bei 22 Prozent der Patientinnen mit der niedrigeren Dosis auf, bei der höheren waren es 44 Prozent. Dosisreduktionen wegen Nebenwirkungen betrafen 5 beziehungsweise 33 Prozent. Todesfälle durch Nebenwirkungen gab es in keiner Gruppe.

Zymeworks sieht damit die 6.4-Milligramm-Dosis im Vorteil und will sie für die nächste Entwicklungsphase heranziehen. Es handelt sich weiterhin um Daten einer frühen Studie mit begrenzter Nachbeobachtung von im Median sieben Monaten. Die Reife der Überlebensdaten bleibt entsprechend offen.

Partnersuche für die Finanzierung

Strategisch wichtig ist ein weiterer Punkt. Zymeworks hat die Beratungsfirma MTS Healthcare beauftragt, Partnerschaftsoptionen für ZW191 zu prüfen. Die Weiterentwicklung soll damit finanziert werden, ausdrücklich mit dem Ziel, den langfristigen Wert zu maximieren. Das passt zur Neuausrichtung des Konzerns, der Lizenz- und Royalty-Assets bündelt und daneben eine eigene Pipeline betreibt.

Die Daten dürften in diesen Gesprächen als Argument dienen. Eine Vereinbarung ist bislang nicht verkündet.

Zymeworks erläutert die Ergebnisse am 27. Oktober um 8:30 Uhr Eastern Time in einer Telefonkonferenz mit Analysten, die als Webcast übertragen wird. Dort dürften Details zu Dosiswahl und Partnerprozess zur Sprache kommen.

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