Rheinmetall, DE0007030009

Rheinmetall-Aktie vorbörslich bei 834,90 Euro 0,78 Prozent tiefer

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 08:18 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Rheinmetall senkte am Donnerstag wegen Projektverzögerungen seine Prognose für 2026. Bezugsbasis ist der Xetra-Schluss vom 05.11.2026 bei 841,50 Euro.

Wachstum trifft auf gesenkte Prognose

  • Rheinmetall steigerte den Umsatz nach neun Monaten 2026 um 38 Prozent auf 8,376 Milliarden Euro.
  • Das operative Ergebnis legte um 68 Prozent auf 1,339 Milliarden Euro zu, während die operative Marge 16,0 Prozent erreichte.
  • Verzögerungen beim Arminius-Projekt und bei Abnahmetests für Artilleriemunition drückten die Jahresprognose.
Rheinmetall, DE0007030009, Illustration mit AI erstellt.

Der Realtime-Kurs der Rheinmetall-Aktie lag am Freitag, 6. November, um 08:15 Uhr bei Lang & Schwarz bei 834,90 Euro, 0,78 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag, 5. November.

Im Mittelpunkt steht die am 5. November veröffentlichte Quartalsmitteilung. Rheinmetall steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 38 Prozent auf 8,376 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis wuchs um 68 Prozent auf 1,339 Milliarden Euro, die operative Marge erhöhte sich von 13,1 auf 16,0 Prozent. Der Auftragsbestand lag zum 30. September bei 78,0 Milliarden Euro.

Gleichzeitig korrigierte der Düsseldorfer Rüstungskonzern seine Jahresziele. Rheinmetall erwartet 2026 nun einen Umsatz von rund 13,2 Milliarden Euro nach zuvor 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro. Die operative Marge soll etwa 18,5 Prozent erreichen; zuvor hatte das Unternehmen rund 19 Prozent in Aussicht gestellt. Als Gründe nennt Rheinmetall Verzögerungen beim Arminius-Projekt der Bundeswehr und bei Abnahmetests für Artilleriemunition. Dadurch verschieben sich Umsätze.

Die Rheinmetall AG meldete zudem einen operativen freien Cashflow von minus 1,698 Milliarden Euro. Belastend wirkten der Lageraufbau zur Vorbereitung des Wachstums und das gebundene Working Capital.

Für Anleger rückt damit der Gegensatz zwischen starkem Auftragseingang und höherem Ausführungsrisiko in den Vordergrund. Die Nachfrage bleibt hoch, die Ergebnisentwicklung hängt jedoch stärker vom zeitgerechten Abschluss einzelner Projekte ab.

Das Marktumfeld verfolgen Anleger über die aktuellen DAX-Meldungen.

Weitere Meldungen und Analysen zur Rheinmetall-Aktie ordnen die nächsten Unternehmensnachrichten ein.

Disclaimer...
de | DE0007030009 | RHEINMETALL | boerse | 70468172 |