Adidas Aktie: Prognose-Lücke belastet
02.04.2026 - 00:46:50 | boerse-global.deEin Rekordjahr 2025, eine Dividendenerhöhung um 40 Prozent, ein Milliarden-Rückkaufprogramm — und trotzdem notiert die Aktie nahe ihrem Jahrestief. Das Paradox hat einen klaren Grund: Die Gewinnprognose für 2026 enttäuschte den Markt erheblich.
Zölle fressen Gewinne
Adidas schlägt der Hauptversammlung am 7. Mai in Fürth eine Dividende von 2,80 Euro je Aktie vor. Das entspricht einer Erhöhung um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Gesamtausschüttung von rund 496 Millionen Euro. Hinzu kommt ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro.
Die Basis dafür ist solide: 2025 kletterte das operative Ergebnis um 54 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro, der Nettogewinn aus fortgeführten Aktivitäten stieg um fast 70 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro. Die Bruttomarge erreichte 51,6 Prozent.
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Für 2026 erwartet Adidas jedoch nur noch ein operatives Ergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro — der Analystenkonsens hatte 2,72 Milliarden Euro auf dem Zettel. Die Lücke von rund 15 Prozent erklärt die Kursreaktion. Verantwortlich ist vor allem der kombinierte Gegenwind aus US-Zöllen und Währungseffekten in Höhe von 400 Millionen Euro. Da Adidas den Großteil seiner Produkte in Asien fertigt und in westliche Märkte importiert, trifft diese Belastung das Geschäftsmodell strukturell — nicht nur kurzfristig.
Mittelfristige Ziele als Gegenargument
Das Management stuft die Belastungen als vorübergehend ein. Für den Zeitraum 2026 bis 2028 peilt Adidas ein jährliches Wachstum des operativen Gewinns im mittleren Zehnprozentbereich an, für 2027 und 2028 wieder währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich. CEO Bjørn Gulden, seit Anfang 2023 im Amt, erhielt eine Vertragsverlängerung bis Ende 2030 — ein Signal für Kontinuität in der Führung.
Die Aktie notiert aktuell bei 137,15 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 19 Prozent verloren. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 166,69 Euro liegt weit entfernt.
Den ersten konkreten Hinweis darauf, ob die Zoll- und Währungsbelastungen tatsächlich in der prognostizierten Größenordnung durchschlagen, liefern die Q1-Zahlen am 29. April. Fällt der Ausblick dort weniger düster aus als befürchtet, könnte die vorsichtige Jahresprognose etwas Spielraum nach oben lassen — kurz darauf stimmen die Aktionäre am 7. Mai über die Dividende ab.
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