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Adobe Aktie: CEO-Abgang trifft Bewertungstief

27.03.2026 - 11:45:22 | boerse-global.de

Adobe meldet Rekordeinnahmen und starkes KI-Wachstum, doch der Abgang des langjährigen CEOs und Analysten-Herabstufungen belasten die Aktie in historisch niedriger Bewertung.

Adobe Aktie: CEO-Abgang trifft Bewertungstief - Foto: über boerse-global.de
Adobe Aktie: CEO-Abgang trifft Bewertungstief - Foto: über boerse-global.de

Rekordeinnahmen und ein CEO-Wechsel nach 18 Jahren — Adobe liefert im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein widersprüchliches Bild. Shantanu Narayen verlässt das Unternehmen, das er seit fast zwei Jahrzehnten geprägt hat, genau in dem Moment, in dem der Konzern seinen KI-Umbau beschleunigt.

Starke Zahlen, schwaches Signal

Der Quartalsumsatz kletterte um 12 Prozent auf einen Rekordwert von 6,40 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 6,06 Dollar über der Konsenserwartung von 5,87 Dollar. Besonders auffällig: Der sogenannte „AI-first"-ARR hat sich im Jahresvergleich verdreifacht, die Firefly-Abonnements wuchsen sequenziell um 75 Prozent.

Trotzdem reagierten Analysten verhalten. William Blair stufte die Aktie von „Outperform" auf „Market Perform" herab — mit Verweis auf wachsenden Wettbewerbsdruck durch Plattformen wie Canva und Figma. Barclays folgte mit einer Herabstufung auf „Equal Weight" und einem Kursziel von 275 Dollar, Argus wechselte ebenfalls auf „Hold".

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Strategie im Umbau

Adobe plant die Übernahme des SEO-Spezialisten Semrush für rund 1,9 Milliarden Dollar und treibt mit „Project Moonlight" sowie „Firefly Foundry" zwei neue KI-Initiativen voran. Intern nutzt das Unternehmen sogenannte agentische KI bereits für Vertragsprüfungen und automatisierte E-Mail-Antworten — laut eigenen Angaben wurden 2025 dadurch 5.000 Arbeitsstunden eingespart.

Hinzu kommen regulatorische Belastungen: Eine Einigung mit dem US-Justizministerium kostete 150 Millionen Dollar, und die britische Wettbewerbsbehörde CMA untersucht weiterhin Adobes Stornierungsgebühren.

Technisch nahe am Jahrestief

Die Aktie notiert aktuell rund 26 Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau und damit deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Mit einem Forward-KGV von rund 10 — basierend auf der ausgegebenen EPS-Prognose von 23,30 bis 23,50 Dollar für das Gesamtjahr — ist die Bewertung historisch niedrig. Das Unternehmen kaufte im ersten Quartal eigene Aktien im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar zurück, was das Vertrauen des Managements in die eigene Substanz unterstreicht. Ob ein neuer CEO diesen Kurs fortsetzt, hängt vom Ausgang der laufenden Nachfolgesuche unter Aufsicht von Boardmitglied Frank Calderoni ab.

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