EU-Kommission, Werkzeuge

EU-Kommission will Werkzeuge gegen Airbnb und Co vorschlagen

03.02.2026 - 18:26:53 | dpa.de

Airbnb US0090661010, Booking und Co: Die EuropĂ€ische Kommission will StĂ€dten helfen, angesichts hoher Wohnkosten und der VerdrĂ€ngung der Einwohner gegen KurzzeitunterkĂŒnfte vorzugehen.

Damit sind Ferienwohnungen gemeint, die vor allem ĂŒber Online-Plattformen fĂŒr kurze Zeit vermietet werden.

"Europa ist in einer Wohnungskrise", sagte der EU-Kommissar fĂŒr Energie und Wohnungswesen, Dan JĂžrgensen. Millionen Menschen hĂ€tten Schwierigkeiten, ihre Rechnungen zu bezahlen. "Wir mĂŒssen jetzt handeln."

Kein Verbot geplant

Über Online-Plattformen gebuchte KurzzeitunterkĂŒnfte böten auch Vorteile, deshalb werde die Kommission nicht vorschlagen, sie zu verbieten. Sie hĂ€tten aber in manchen StĂ€dten dazu gefĂŒhrt, dass Wohnkosten so hoch geworden seien, dass Einwohner es sich nicht mehr leisten könnten, dort zu leben.

Die Kommission wolle im Laufe des Jahres einen Vorschlag vorlegen, in dem unter anderem Kriterien fĂŒr die Definition von Gebieten mit angespannter Wohnungslage festgelegt werden sollen. "FĂŒr diese Gebiete wird es eine Liste verschiedener Instrumente geben, die die StĂ€dte einsetzen können. Wir zwingen die StĂ€dte nicht, etwas zu tun, was sie nicht wollen, sondern geben ihnen die Möglichkeit, dieses Problem anzugehen", sagte JĂžrgensen. Das ist auch deshalb wichtig, weil Regelungen zum Thema Wohnen vor allem in die Kompetenzen der Kommunen beziehungsweise Staaten fallen, also die EU dort wenig entscheiden kann.

"Ein Zuhause zu haben, ist ein Menschenrecht"

Die Kommission hatte im Dezember einen Plan gegen die Wohnungskrise vorgelegt. Dort war bereits vorgesehen, lokalen Behörden Maßnahmen zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen an die Hand zu geben. Die VorschlĂ€ge sollen außerdem Investitionen in den Wohnungsbau sowie Renovierungen anschieben.

"Ein Zuhause zu haben, ist ein Menschenrecht. Wenn wir uns nicht damit befassen, wenn wir diese Probleme nicht grundlegend angehen und lösen, laufen wir Gefahr, unsere Demokratie zu untergraben", sagte der Kommissar nun in BrĂŒssel nach einem Austausch mit Vertreterinnen und Vertreter der EU-Staaten.

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