Airbus, Aktie

Airbus Aktie: Doppelschlag in Amsterdam

17.04.2026 - 17:51:50 | boerse-global.de

Der europäische Luftfahrtkonzern kündigt einen Wechsel an der Verwaltungsspitze und eine höhere Dividende an, kämpft jedoch mit massiven Lieferrückständen bei Flugzeugen.

Airbus Aktie: Doppelschlag in Amsterdam - Foto: über boerse-global.de

Neue Führung, höhere Dividende — und ein Produktionsrückstand, der die Jahresziele unter Druck setzt. Airbus hat auf seiner Hauptversammlung in Amsterdam gleich mehrere Weichen gestellt. Das Bild, das sich dabei ergibt, ist widersprüchlich.

Führungswechsel und Dividendenerhöhung

Zum 1. Oktober 2026 übergibt René Obermann den Vorsitz des Verwaltungsrats an Amparo Moraleda. Obermann, seit 2020 an der Spitze, hatte Airbus durch Pandemie, Lieferkettenkrisen und geopolitische Verwerfungen gesteuert. Er wird sein Mandat bei der Hauptversammlung 2027 nicht verlängern.

Moraleda ist kein neues Gesicht im Konzern. Die langjährige Non-Executive-Mitglieder-Rolle und der Vorsitz im Vergütungs- und Nominierungsausschuss haben sie mit den internen Strukturen vertraut gemacht. Ihre Ankündigung, eng mit dem Management zusammenzuarbeiten, klingt nach Kontinuität — nicht nach Kurskorrektur.

Parallel dazu stimmten die Aktionäre einer Dividende von 3,20 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 zu. Das ist deutlich mehr als die kombinierten 3,00 Euro aus ordentlicher und Sonderdividende des Vorjahres. Hintergrund: Airbus erzielte 2025 einen Umsatz von 73,4 Milliarden Euro und einen bereinigten EBIT von 7,1 Milliarden Euro. Die Ausschüttung erfolgt am 23. April 2026 an Aktionäre, die am 22. April im Register stehen. Ab dem 21. April wird die Aktie ex-Dividende gehandelt.

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Lieferrückstand als Belastungsprobe

Hinter den Governance-Beschlüssen liegt ein handfestes Operationsproblem. Im ersten Quartal 2026 lieferte Airbus nur 114 Verkehrsflugzeuge aus — 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und der schwächste Quartalswert seit 2009. Besonders hart trifft es die A320neo-Familie: Hier brach die Stückzahl von 106 auf 81 Maschinen ein.

Der Hauptgrund ist bekannt: Triebwerke von Pratt & Whitney fehlen. Das Engpassproblem zieht sich bereits seit Monaten hin und hat bisher keine nachhaltige Lösung gefunden.

Das Jahresziel von rund 870 Auslieferungen steht damit unter erheblichem Druck. Wer nachrechnet, sieht: Nach 114 Flugzeugen im ersten Quartal müssten in den verbleibenden drei Quartalen im Schnitt rund 252 Maschinen pro Quartal folgen — ein deutlicher Sprung gegenüber dem bisherigen Tempo.

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Rekord-Auftragsbestand als Gegengewicht

Auf der Nachfrageseite sieht die Lage anders aus. Allein im März 2026 buchte Airbus 331 Neubestellungen. Der Auftragsbestand kletterte damit auf einen Rekordwert von 9.037 Flugzeugen.

Das zeigt: Das Problem ist nicht mangelndes Interesse der Airlines, sondern die Fähigkeit, die Nachfrage auch in Auslieferungen umzumünzen. Genau das wird Airbus bei den vollständigen Quartalszahlen für Q1 2026 erklären müssen, die noch im April erwartet werden.

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