Alphabet Aktie: Auf mehreren Fronten
24.03.2026 - 00:08:41 | boerse-global.deAlphabet macht dieser Tage von sich reden – und das gleich aus mehreren Richtungen. Der Konzern steht im Mittelpunkt zweier Entwicklungen, die das Geschäftsmodell langfristig prägen könnten.
Wing hebt ab – buchstäblich
Die Drohnenliefertochter Wing kehrt heute zu ihren Wurzeln zurück. Das Unternehmen, das 2012 in der San Francisco Bay Area gegründet wurde, will in den kommenden Monaten dort erstmals Lieferungen per Drohne anbieten. Mehr als 750.000 Lieferungen hat Wing bislang weltweit abgeschlossen und bedient inzwischen über zwei Millionen Kunden in Teilen der USA – darunter Walmart-Lieferungen und Mahlzeiten von Restaurantketten wie Wendy's und Panera.
Das Besondere am Bay-Area-Rollout: Wing baut ein dichtes Logistiknetz speziell für kleine und lokale Lieferungen auf. Seit Oktober 2025 läuft zudem ein Pilotprogramm mit Serve Robotics, bei dem Bodenroboter Bestellungen aus Restaurants abholen und direkt an Wing-Drohnen übergeben. Eine interessante Kombination aus Boden und Luft, die zeigen soll, wie lückenlose Lieferketten in urbanen Gebieten funktionieren könnten.
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KI-Eingriffe und regulatorischer Gegenwind
Auf der anderen Seite häufen sich die Nebeneffekte von Alphabets KI-Ambitionen. Wie bereits in Google Discover setzt das Unternehmen nun auch in der Kernsuche KI-generierte Schlagzeilen ein – und überschreibt damit bisweilen die Originaltitel von Publishern. Nachweislich fehlerhaft, wie Beobachter berichten. Für Verlage bedeutet das einen weiteren Kontrollverlust über ihre eigenen Inhalte.
Parallel dazu wächst der regulatorische Druck aus Europa. Große Rundfunkverbände und Medienunternehmen – darunter RTL, ITV, Sky, Canal+ und Walt Disney – haben die EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera in einem gemeinsamen Brief aufgefordert, Alphabets Android TV sowie Amazons Fire OS und Samsungs Tizen OS als sogenannte Gatekeeper unter dem Digital Markets Act einzustufen. Android TV hat seinen Marktanteil bei Smart-TV-Betriebssystemen zwischen 2019 und 2024 von 16 auf 23 Prozent ausgebaut – Marktmacht, die die Sender besorgt.
Besonders brisant: Die Sender fordern auch eine Regulierung virtueller Assistenten. Bislang hat die EU-Kommission keinen einzigen KI-Assistenten als Gatekeeper eingestuft – was nach Ansicht der Medienverbände eine regulatorische Lücke schafft, die Tech-Konzernen in die Hände spielt.
Für Alphabet ist das ein zweischneidiges Schwert: Wing liefert eine überzeugende Wachstumsstory, während das Kerngeschäft rund um Suche und Smart-TV-Plattformen zunehmend unter Druck gerät – sowohl durch eigene KI-Experimente als auch durch politischen Gegenwind aus Brüssel.
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