Zulassung von Alzheimer-Medikament verzögert sich weiter
31.01.2025 - 14:09:24 | dpa.deWie die zustĂ€ndige EU-Kommission in BrĂŒssel mitteilte, soll die europĂ€ische Arzneimittelbehörde EMA vor der endgĂŒltigen Entscheidung weitere EinschĂ€tzungen zu neuen Fragen wissenschaftlicher Natur liefern. Ein Zeitplan wurde zunĂ€chst nicht genannt.
Die EMA hatte Mitte November eigentlich die Zulassung des Antikörpers Lecanemab empfohlen. Er soll zur Behandlung von leichter kognitiver BeeintrĂ€chtigung (GedĂ€chtnis- und Denkstörungen) oder leichter Demenz in einem frĂŒhen Stadium der Alzheimer-Krankheit fĂŒr bestimmte Patienten eingesetzt werden. Hersteller von Lecanemab sind die Pharmaunternehmen Eisai JP3160400002> (Japan) und Biogen US09062X1037US09062X1037> (USA).
In den USA bereits zugelassen
Der Antikörper, der seit Anfang 2023 bereits unter dem Handelsnamen Leqembi in den USA zugelassen ist, soll das Proteinfragment beta-Amyloid (AĂ) aus dem Gehirn entfernen. "Amyloid Ă steht vermutlich am Beginn einer Kaskade der neuronalen pathologischen VerĂ€nderungen im Gehirn", sagte Jörg Schulz von der Uniklinik Aachen und Sprecher der Kommission "Demenz und Kognitive Störungen" der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Neurologie (DGN).
In Deutschland sind etwa eine Million Menschen von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Der Antikörper Lecanemab bessert die Symptomatik nicht, sondern soll lediglich das Fortschreiten der Krankheit bremsen. Empfohlen wird er daher nur fĂŒr Betroffene im frĂŒhen Stadium der Erkrankung.
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