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Amazon, Drohnen-Lieferung

Amazon drängt Drohnen-Lieferung in US-Vororte voran

12.02.2026 - 19:50:14

Amazon setzt seinen Ausbau der Drohnen-Lieferung aggressiv fort ? trotz Sicherheitsvorfle. Der Konzern startete den Dienst kürzlich in Kansas City und kündigte eine große Expansion in die Vororte Chicagos für diesen Sommer an. Damit wächst die Zahl der US-Standorte auf zehn.

Hinter dem Tempo steckt ein ehrgeiziges Ziel: Bis Ende des Jahrzehnts will Amazon jährlich 500 Millionen Pakete per Drohne ausliefern. Doch der schnelle Rollout findet vor dem Hintergrund mehrerer Abstürze statt, die die Sicherheit des Programms in Frage stellen.

Nur einen Tag nach dem Start in Kansas City am 9. Februar kündigte Amazon zwei neue Prime-Air-Verteilzentren in den südlichen Chicagoer Vororten Markham und Matteson an. Ab Sommer sollen von dort aus Kunden in einem Radius von zwölf Kilometern beliefert werden, darunter Orte wie Tinley Park und Homewood.

In beiden Regionen kommt die neueste Drohnen-Generation MK30 zum Einsatz. Sie kann Pakete bis zu 2,3 Kilogramm innerhalb von ein bis zwei Stunden ausliefern. Für Amazon ist die Expansion ein strategischer Schritt, um die ?letzte Meile? der Logistik zu revolutionieren und sich gegen Konkurrenten wie Walmart zu positionieren.

Die Technologie hinter der autonomen Lieferung

Herzstück des Dienstes ist die MK30-Drohne. Sie ist leiser, leichter und kann auch bei leichtem Regen fliegen. Entscheidend für die Skalierung ist jedoch ihre ?Sense-and-Avoid?-Technologie. Mit Kameras und Sensoren erkennt sie Hindernisse und weicht ihnen aus.

Diese Technologie war der Schlüssel für eine wichtige regulatorische Genehmigung der US-Luftfahrtbehörde FAA. Sie erlaubt den Flug außerhalb der Sichtweite des Operators. Ein einzelner Mitarbeiter kann so mehrere Drohnen gleichzeitig überwachen ? eine Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Betrieb.

Sicherheitspannen überschatten Expansion

Die jüngste Expansion wurde von einem Zwischenfall überschattet. Nur fünf Tage vor dem Start in Kansas City stürzte eine MK30-Drohne am 4. Februar in Richardson, Texas, gegen ein Wohnhaus. Verletzt wurde niemand, doch das Video des Vorfalls ging viral.

Es war nicht der erste Zwischenfall. Bereits im Oktober 2025 kollidierten in Arizona zwei Drohnen mit einem Baukran. Im November durchtrennte eine Drohne in Waco, Texas, ein Internetkabel. Nach Abstürzen in einem Testzentrum in Oregon hatte Amazon im Januar 2025 alle US-Operationen vorübergehend gestoppt, um ein Software-Update einzuspielen.

Die FAA und die nationale Verkehrssicherheitsbehörde NTSB untersuchen die Vorfälle. Sie stellen die Zuverlässigkeit der Technologie und die Akzeptanz in der Bevölkerung auf die Probe.

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Wettlauf um die Zukunft der Logistik

Trotz der Rückschläge hält Amazon an seiner Vision fest. Der Konzern sieht in der Drohnen-Logistik einen Paradigmenwechsel für den E-Commerce. Das Tempo des aktuellen Ausbaus zeigt, wie ernst es Amazon mit diesem Ziel ist.

Um Bedenken der Anwohner auszuräumen, plant Amazon virtuelle und persönliche Informationsveranstaltungen für die Region Chicago. Der Erfolg wird nicht nur von der Technologie, sondern auch vom öffentlichen Vertrauen abhängen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Drohnen-Lieferungen Alltag werden können ? oder ob Sicherheitsbedenken den ambitionierten Zeitplan durchkreuzen.

@ boerse-global.de

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