Börsen/Aktien, Spanien

Aktien Europa: Verluste vor US-Zinsentscheid - Kering belastet LuxusgĂŒterbranche

20.03.2024 - 11:15:11 | dpa.de

An den europÀischen HandelsplÀtzen haben sich die Aktienanleger am Mittwoch kurz vor dem US-Zinsentscheid defensiver positioniert.

Nachdem der EuroStoxx 50 EU0009658145 zuletzt erstmals seit 24 Jahren wieder die 5000-Punkte-Marke ĂŒberschritten hatte, lag der Leitindex der Eurozone nun mit 4993,79 Punkten wieder knapp darunter. Am spĂ€ten Vormittag kam er auf ein Minus von 0,28 Prozent.

Anleger blicken gespannt darauf, was die Notenbank Fed am Abend hinsichtlich der kĂŒnftigen Geldpolitik sagen wird. Besonders deutlich fiel der französische Leitindex Cac 40 FR0003500008 um 0,72 Prozent auf 8142,35 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 0,23 Prozent auf 7720,89 ZĂ€hler nach.

Die anstehende US-Zinsentscheidung hielt also die Kurse in Schach. In Paris kamen als Belastung die absackenden Kurse im LuxusgĂŒtersektor hinzu: Die Aktien von Kering FR0000121485 brachen dort um 13,4 Prozent ein wegen einer Umsatzwarnung fĂŒr das erste Quartal. Hauptgrund dafĂŒr sei ein noch schĂ€rferer Absturz der Erlöse der Kernmarke Gucci, vor allem in der wichtigen Wachstumsregion Asien-Pazifik.

Die Kering-Probleme zogen europaweit nicht nur die LuxusgĂŒterwerte in Mitleidenschaft, sondern auch den Branchenindex Stoxx Europe 600 EU0009658202 Personal & Household Goods CH0019112330, der mit zwei Prozent Minus das abgeschlagene Schlusslicht in der europĂ€ischen Branchenwertung war. Die Kurse der direkten Kering-Konkurrenten LVMH FR0000121014, Richemont CH0210483332 und Burberry GB0031743007 bĂŒĂŸten zwischen 2,7 und 4,1 Prozent ein.

Umgekehrt ging es fĂŒr den europĂ€ischen Chemiesektor um ein halbes Prozent nach oben. Hier halfen nicht nur Kursgewinne beim Branchen-Schwergewicht BASF DE000BASF111, sondern auch ein Kurssprung um 7,8 Prozent bei Johnson Matthey. Der britische Mischkonzern verkauft sein GeschĂ€ft mit MedizingerĂ€te-Komponenten an den Finanzinvestor Montagu. Teile der Erlöse sollen in AktienrĂŒckkĂ€ufe fließen, hieß es.

In ZĂŒrich fielen zwei Aktien positiv auf: Zum Einen war dies Idorsia mit einem Kurssprung um acht Prozent, weil die US-Gesundheitsbehörde FDA den Blutdrucksenker Aprocitentan zugelassen hat. Zum Anderen stiegen die Lonza CH0013841017-Aktien um fast fĂŒnf Prozent. Der Pharmazulieferer verkĂŒndete den Kauf eines Werks von Roche CH0012032048 in den USA. Dies verhalf auch der Roche-Aktie mit 0,6 Prozent ins Plus.

Aus dem Pharmasektor fielen dagegen die Aktien von Valneva in Paris negativ auf mit einem RĂŒcksetzer um 3,7 Prozent. Der Impfstoff-Spezialist berichtete fĂŒr 2023 einen Nettoverlust von gut 100 Millionen Euro und einen deutlichen UmsatzrĂŒckgang.

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