ROUNDUP, LĂ€nder

LĂ€nder setzen Bahn bei Sanierung Berlin-Hamburg Frist

18.02.2026 - 17:26:14 | dpa.de

Angesichts der Verzögerung bei der Sanierung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg erhöhen fĂŒnf BundeslĂ€nder den Druck auf die Deutsche Bahn.

In einem Brief an Bahn-Chefin Evelyn Palla beschweren sich die Regierungschefs ĂŒber das Vorgehen und setzen ein Ultimatum fĂŒr einen neuen Zeitplan.

Viele Pendler sind auf der zentralen Verkehrsachse der Bahn von den Bauverzögerungen betroffen. Wann die ZĂŒge auf der Strecke wieder regulĂ€r rollen, bleibt unklar.

Die Deutsche Bahn wies VorwĂŒrfe der LĂ€nder-Chefs zurĂŒck und erklĂ€rte, sie habe schnell Transparenz ĂŒber die aktuellen Risiken hergestellt. In einer Stellungnahme als Reaktion auf das Schreiben der LĂ€nder-Chefs teilte das Unternehmen weiter mit, die Baupartner hĂ€tten zusĂ€tzliches Personal aktiviert, das umgehend mit den Arbeiten beginnen könne, sobald das Wetter es zulasse.

LĂ€nder wollen Antwort zum Zeitplan bis 2. MĂ€rz

Die Regierungschefs aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein kritisieren, dass die Bahn ĂŒber eine VerlĂ€ngerung der Bauarbeiten entschieden habe, ohne die LĂ€nder vorher umfassend zu informieren und ohne abgestimmten, verlĂ€sslichen Zeitplan. "Wir erwarten eine KlĂ€rung und Ihre Antwort zu einem konkreten Maßnahmen- und Zeitplan bis zum 2. MĂ€rz 2026", heißt es in dem Brief an Bahn-Chefin Evelyn Palla, der der dpa vorliegt.

Bahn bleibt bei bisheriger Vorlage des weiteren Terminplans

Die Bahn teilte danach mit: "Einen stabilen, realistischen und verlĂ€sslichen Terminplan legen wir, wie bereits am Montag angekĂŒndigt, am 13. MĂ€rz vor." Zudem seien Bund und LĂ€nder vor den Medien zu den Entwicklungen informiert worden.

Bahn: Bauarbeiten dauern wegen Frost und Schnee lÀnger

Die Bahn hatte am Montag bekannt gegeben, dass sie aufgrund des Winterwetters mit Frost und Schnee den Termin zur Fertigstellung der Streckensanierung Ende April nicht einhalten kann. Erst am 13. MĂ€rz will der bundeseigene Konzern mitteilen, wann auf der Strecke wieder ZĂŒge fahren können. Am Dienstag hieß es, es gehe um eine Verzögerung von "wenigen Wochen, nicht von Monaten".

Enge Abstimmung der Bahn mit betroffenen LĂ€ndern gefordert

Die Regierungschefs erwarten, dass die Bahn alle Ressourcen zur Fertigstellung der Steckensanierung bĂŒndelt und einen stabilen neuen Terminplan vorlegt, wie sie in ihrem gemeinsamen Brief schreiben. Dies mĂŒsse in enger Abstimmung mit den betroffenen LĂ€ndern, den betroffenen Kommunen und den Verkehrsunternehmen erfolgen.

"Dieser Terminplan ist unverzĂŒglich vorzulegen und fortlaufend zu kommunizieren." Zudem mĂŒsse die Bahn den weiteren Ersatzverkehr sicherstellen und alle Mehrkosten ĂŒbernehmen. Die zusĂ€tzlichen finanziellen Lasten dĂŒrften nicht den LĂ€ndern, Kommunen oder FahrgĂ€sten auferlegt werden.

Bahn: Kabel-Verlegung bislang nicht möglich

Die Bahn teilte zur BegrĂŒndung der Bauverzögerung mit: "Die Verlegung von insgesamt 740 Kilometer Kabel ist bei Schnee und Eis technisch nicht möglich." Die Deutsche Bahn setze alles daran, den RĂŒckstand aufzuholen.

Verzögerung bei Strecke Hamburg-Hannover droht

Zugleich drohen Verschiebungen bei einer anderen wichtigen Strecke. "Die umfangreichen Bauarbeiten auf der Strecke Hamburg - Hannover, die planmĂ€ĂŸig am 1. Mai beginnen sollen, wĂŒrden wir bei einer Anpassung des Zeitplans fĂŒr den Abschluss der Bauarbeiten auf der Strecke Hamburg - Berlin entsprechend verschieben."

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