Maschinenbauer, Ausnahmen

Maschinenbauer fordern Ausnahmen von US-Zöllen

20.11.2025 - 10:29:18

Angesichts massiver Einbußen im ExportgeschĂ€ft dringen Deutschlands Maschinenbauer auf Erleichterungen bei den US-Zöllen.

Die EU-Kommission mĂŒsse in weiteren Verhandlungen mit der Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump "deutlich machen, dass europĂ€ische Maschinen ein zentraler Motor fĂŒr die amerikanische Produktion, die US-Reindustrialisierung und den Export sind", fordert der Branchenverband VDMA. EU-Maschinenbauprodukte mĂŒssten daher unter anderem von den amerikanischen Stahl- und Aluminiumzöllen ausgenommen werden.

Maschinenexporte gehen deutlich zurĂŒck

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres liefert die exportorientierte Branche Waren "Made in Germany" im Wert von 147,9 Milliarden Euro ins Ausland und damit 3,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Preissteigerungen (real) ergab sich sogar ein Minus von 4,6 Prozent.

Im dritten Quartal verzeichneten die Ausfuhren ein reales Minus von 5,3 Prozent, der September brachte nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) einen RĂŒckgang von preisbereinigt 4,7 Prozent zum Vorjahresmonat.

Branche sieht kurzfristig keine Entlastung

Vor allem das GeschĂ€ft mit den USA lĂ€uft deutlich schlechter als im vergangenen Jahr. Auch der zweitwichtigste Exportmarkt China entwickele sich weiterhin enttĂ€uschend, bilanzierte der VDMA. Kurzfristig sieht der Verband keine Entspannung der angespannten Lage fĂŒr die Branche.

Positive Konjunkturdaten aus der Elektroindustrie

Aus der deutschen Elektroindustrie hingegen kommen positive Exportzahlen: Mit einem Plus von 9,6 Prozent auf 22,2 Milliarden Euro war der September der beste Monat fĂŒr die Branche in diesem Jahr. WĂ€hrend es im US-GeschĂ€ft RĂŒckgĂ€nge gab, verzeichnete der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) im AusfuhrgeschĂ€ft mit China im September den ersten Anstieg seit einem Jahr. In den ersten drei Quartalen insgesamt summierten sich die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie den Angaben zufolge auf 190,5 Milliarden Euro - ein Plus von 3,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

@ dpa.de