Angriff auf das Allzeithoch – oder fette Bullenfalle im DAX 40?
30.01.2026 - 16:52:32Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 läuft aktuell in eine Phase, in der sich Bullen und Bären einen intensiven Schlagabtausch liefern. Nach einer spürbaren Aufwärtsbewegung in den letzten Wochen sehen wir jetzt eine Mischung aus vorsichtiger Euphorie und unterschwelliger Angst vor einem plötzlichen Rückschlag. Der Index pendelt in der Nähe einer markanten Widerstandszone, die Trader seit Monaten auf dem Radar haben. Jeder kleine Rücksetzer wird aggressiv gekauft, gleichzeitig lauern aber Gewinnmitnahmen, sobald es nur ansatzweise wackelig wird. Kurz gesagt: hochspannende Range, brisante Stimmung, kein Ort für schwache Nerven.
Die Story: Was treibt diese nervöse Rallye im DAX? Zentrale Treiber sind drei große Themenblöcke, die sich wie ein Drehbuch über Europa und besonders Deutschland legen:
1. EZB, Zinsen und Christine Lagarde
Die Europäische Zentralbank bleibt der wichtigste Spielmacher. Die Marktteilnehmer preisen zunehmend die Erwartung ein, dass der Zinsgipfel erreicht oder zumindest nah ist. Die offizielle Rhetorik bleibt zwar vorsichtig – man will den Inflationsdruck herunterreden, ohne zu früh Entwarnung zu geben –, aber zwischen den Zeilen hört der Markt: Die ganz großen Zinshammer sind wohl durch. Das befeuert alles, was zins- und konjunktursensibel ist: Industrie, Zykliker, Tech, Immobilien. Gleichzeitig sitzt im Hinterkopf die Angst, dass die EZB zu lange zu straff bleibt und die ohnehin schwache Eurozonen-Konjunktur weiter abwürgt. Für den DAX heißt das: Hoffnung auf Rückenwind durch sinkende Finanzierungskosten, aber latent die Sorge vor einem geldpolitisch ausgelösten Wachstumscrash.
2. Deutschland – vom „kranken Mann Europas“ zum Comeback-Play?
Konjunkturdaten aus Deutschland zeichnen ein gemischtes Bild: Die Industrieproduktion wirkt angeschlagen, Auftragseingänge sind launisch, das Sentiment der Unternehmen bleibt eher gedämpft. Gleichzeitig zeigen einige Frühindikatoren erste Signale einer Bodenbildung. Genau das spielt dem DAX in die Karten: Der Markt liebt „Bad News, better Price“-Stories. Wenn die Story dreht – von „Rezessionsangst“ Richtung „zartes Wachstum“ –, dann sind deutsche Qualitätswerte plötzlich wieder globales Value- und Turnaround-Play. Besonders im Fokus: der Auto-Sektor mit seinen Exporttiteln, Maschinenbau, Chemie und Finanzwerte, die auf eine Normalisierung der Zinsstruktur hoffen.
3. Earnings-Season & Schwergewichte wie SAP, Siemens & Co.
Viele internationale Investoren schauen beim DAX nicht auf die Breite, sondern auf die Schwergewichte: SAP, Siemens, Allianz, Deutsche Telekom, die großen Autohersteller. Positive Ausblicke im Software- und Industriebereich können den gesamten Index nach oben ziehen, schwache Zahlen und vorsichtige Prognosen dagegen einen kompletten Handelstag dominieren. Aktuell sehen wir, dass der Markt gute Zahlen und optimistische Guidance stark belohnt, während Enttäuschungen sofort mit deutlichen Abschlägen quittiert werden. Der DAX ist also in einer Phase, in der Stock-Picking brutal wichtig ist – und gleichzeitig der Index als Ganzes jederzeit von ein paar Blue Chips in die eine oder andere Richtung gezogen werden kann.
Dazu kommt das internationale Umfeld: Die USA liefern immer wieder starke Impulse – Rekordstimmung an der Wall Street sorgt für zusätzlichen Kaufdruck in Europa. Wenn die großen US-Indizes neue Höhen testen, dann fällt es den Bären hierzulande schwer, eine richtige Panik durchzudrücken. Gleichzeitig lauert das Risiko: Sollte es in den USA zu einer scharfen Korrektur kommen, könnte der DAX in einer schnellen, heftigen Abwärtswelle mitgerissen werden.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: https://www.youtube.com/results?search_query=DAX+Analyse+aktuell
TikTok: Markttrend: https://www.tiktok.com/tag/dax40
Insta: Stimmung: https://www.instagram.com/explore/tags/dax40/
Auf YouTube diskutieren Trader gerade sehr intensiv, ob der aktuelle Move nur ein klassischer Short-Squeeze über einer vielbeachteten Widerstandszone ist oder der Start einer nachhaltigen Bullenphase. Auf TikTok dominieren knappe Clips: „Dip kaufen oder Finger weg?“ – viele Creator zeigen FOMO, andere warnen klar vor einem möglichen Fehlausbruch. Auf Instagram glänzen Screenshots von Depotgewinnen und Chart-Breakouts, aber in den Kommentaren liest man: „Sieht nach Bullenfalle aus“, „Ich warte auf den nächsten Crash“, also ein deutlicher Mix aus Gier und Vorsicht.
- Key Levels / Wichtige Zonen: Charttechnisch steht der DAX an einer massiven Entscheidungszone. Oben eine hart umkämpfte Widerstandsregion, die schon mehrfach Attacken der Bullen abgewehrt hat. Ein klarer, dynamischer Ausbruch darüber mit Volumen könnte eine neue Aufwärtswelle einleiten – klassische Trendfolge-Setups, Breakout-Trades und FOMO-Käufe würden dann zusätzlich Benzin ins Feuer gießen. Auf der Unterseite lauert eine breite Unterstützungszone, in der zuletzt immer wieder Käufer eingesprungen sind. Fällt der Index dort heraus, wäre das ein deutlicher Stimmungswechsel: Von „Buy the Dip“ zu „Rückzug der Bullen“.
- Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt?
Aktuell haben leicht die Bullen die Nase vorn, aber sie sind alles andere als entspannt. Es ist ein fragiler Vorteil. Fonds, die lange vorsichtig waren, müssen nach und nach nachkaufen, um nicht hinter der Benchmark zurückzubleiben. Privatanleger beginnen, wieder mutiger zu werden und den Dip zu kaufen. Die Bären bleiben allerdings präsent: Jede Nachricht über schwache Konjunkturdaten, geopolitische Spannungen oder überraschend harte Töne von der EZB wird genutzt, um Short-Positionen aufzubauen. Das Ergebnis ist ein Markt, der explosiv auf News reagiert – sowohl nach oben als auch nach unten.
Trading-Perspektive:
Für Trader ist der aktuelle DAX-Zustand ein Paradies – aber nur, wenn man diszipliniert bleibt. Volatilität ist da, Trends versuchen anzulaufen, werden aber immer wieder von Gegenbewegungen durchbrochen. Wer ohne Plan handelt, wird zwischen Bullen und Bären zerrieben. Die Profis arbeiten mit klar definierten Szenarien:
- Szenario Bullen-Ausbruch: Gelingt der Sprung über die aktuelle Widerstandszone, warten darüber Anschlusskäufe, Short-Eindeckungen und FOMO. Für Swing-Trader ist das das Setup, um auf eine weitere Aufwärtsstrecke zu setzen, solange Rückläufe verteidigt werden.
- Szenario Bären-Comeback: Dreht der Index an der Hürde nach unten ab und fällt unter die jüngsten Zwischentiefs, spricht viel für eine Korrekturphase. Das wäre die Bühne für Short-Setups, Put-Strategien oder zumindest für konsequente Gewinnmitnahmen bei Long-Positionen.
- Szenario Seitwärts-Schleifzone: Nicht unwahrscheinlich ist auch ein zähes Hin- und Herschieben in einer breiten Range. Hier verdienen range-orientierte Trader mit schnellen Rebounds an den Rändern, während Trendfolger frustriert aus dem Markt gespült werden.
Makro-Risiken, die du auf dem Schirm haben musst:
- EZB bleibt länger restriktiv als der Markt hofft – negativ für konjunktursensible DAX-Werte.
- Überraschend schwache Konjunkturdaten aus Deutschland oder China – Druck auf Auto, Chemie, Industrie.
- Gewinnwarnungen bei DAX-Schwergewichten – Index fällt, obwohl die globale Stimmung okay ist.
- Starke Korrektur an der Wall Street – globaler Risk-Off-Modus, der auch den DAX nach unten zieht.
Chancen-Seite:
- Klarer Signalwechsel der EZB Richtung Lockerung – Rückenwind für Aktien, vor allem Financials und Wachstumswerte.
- Stabilisierung oder leichte Erholung der deutschen Wirtschaft – Turnaround-Story „Deutschland kehrt zurück“.
- Positive Earnings-Überraschungen und starke Ausblicke bei SAP, Siemens & Co. – internationale Gelder fließen wieder verstärkt in den DAX.
Fazit: Der DAX 40 steht an einem Punkt, an dem sich entscheidet, ob wir die nächste große Aufwärtsphase bekommen oder ob der Markt in eine spürbare Korrektur kippt. Die Stimmung ist aufgeheizt, die Narrative wechseln zwischen „Endlich Durchbruch“ und „Vorsicht Bullenfalle“. Für langfristige Investoren heißt das: Nicht in Panik verfallen, aber selektiver werden – Qualitätswerte mit soliden Bilanzen und klarer Zukunftsstory bleiben interessant, auch wenn es zwischendurch rappelt. Für Trader gilt: Akzeptiere, dass wir in einem Umfeld sind, in dem News, Zentralbank-Statements und einzelne Earnings-Tage ganze Bewegungen drehen können. Arbeite mit klaren Einstiegen, Ausstiegen und Positionsgrößen, statt dich emotional von der nächsten Schlagzeile treiben zu lassen.
Ob aus dieser Phase ein sauberer Bullen-Ausbruch oder ein böser Fehlausbruch wird, entscheidet nicht eine einzige Kerze im Chart, sondern das Zusammenspiel aus EZB-Politik, globaler Risiko-Appetit, Earnings der Schwergewichte und der psychologischen Komponente am Markt. Wer diese Faktoren versteht und nicht blind der Herde hinterherläuft, dreht aus der aktuellen Unsicherheit einen echten Edge – und genau darum geht es am Ende auf dem Parkett.
Genug von Service-Wüsten? Bei trading-house handelst du zu Neo-Broker-Konditionen (kostenlos!), aber mit echtem Profi-Support. Nutze exklusive Handelssignale, Algo-Trading und persönliches Coaching für deinen Erfolg. Tausche Anonymität gegen echte Betreuung. Jetzt Konto eröffnen und mit Profi-Support durchstarten
Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest ĂĽberlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschlieĂźlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


